Umfrage und Ergebnisse

Wie sollte der soziale Wohnbau weiterentwickelt werden?

Stark ausbauen
52
Nur in Städten
10
Private einbinden
33
Weiß nicht
6

Umfrage beendet

Umfragezeitraum 11. Januar 2026 bis 16. Januar 2026.

288 Teilnehmer

Umfrage in der PolitPro Community

Informationen zur Umfrage

In der PolitPro Community Umfrage "Wie sollte der soziale Wohnbau weiterentwickelt werden?" antworteten 52% mit "Stark ausbauen", 10% mit "Nur in Städten", 33% mit "Private einbinden" und 6% mit "Weiß nicht".

Die Umfrage wurde unter 288 Nutzern der PolitPro App im Zeitraum von 11. Januar 2026 - 16. Januar 2026 durchgeführt.

Repräsentative Hochrechnung für die wahlberechtigte Bevölkerung. Die Daten wurden mittels MRP-Modellierung auf Basis amtlicher Strukturdaten (Demografie & Parteipräferenz) und des PolitPro Community Panels berechnet. Fehlertoleranz von ± 2,5 %.

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Einordnung: Kontext und politische Hintergründe

🏠 Von drei Millionen auf eine Million – das Desaster

Deutschland hat ein Wohnungsproblem, das sich anfühlt wie ein schleichender Notfall. Während früher drei Millionen Sozialwohnungen zur Verfügung standen, sind es heute nur noch etwa 1,05 Millionen. Das klingt abstrakt, bedeutet aber konkret: Altenpfleger, Busfahrer und Erzieher können sich Wohnungen in ihren Städten immer weniger leisten. Das Problem entstand, weil viele Sozialwohnungen aus den 1970er und 1980ern ihre zeitliche Bindung verloren haben – nach 25 bis 30 Jahren fallen sie aus der Förderung und werden zu normalen, teuren Wohnungen. Zwischen 2004 und 2019 halbierte sich der Bestand dadurch, obwohl insgesamt mehr gebaut wurde. Besonders kritisch wird es bis 2030: Experten rechnen damit, dass jährlich bis zu 55.000 Sozialwohnungen aus der Bindung fallen.

📊 Die Rechnung ist einfach und brutal

Um das Ruder herumzureißen, bräuchte Deutschland ein ehrgeiziges Ziel: zwei Millionen Sozialwohnungen bis 2030. Das bedeutet, jährlich etwa 210.000 neue oder modernisierte Sozialwohnungen zu schaffen – während gleichzeitig 55.000 aus der Förderung fallen. Zum Vergleich: 2024 wurden bundesweit 61.934 Wohnungen im sozialen Wohnungsbau gefördert, ein Anstieg von 25 Prozent zum Vorjahr. Das ist zwar erfreulich, reicht aber bei weitem nicht aus. Der Staat investiert derzeit 3,5 Milliarden Euro pro Jahr in sozialen Wohnungsbau, doch Experten warnen: Ohne drastische Steigerungen wird der Bestand weiter schrumpfen, auch mit hohen Fördermitteln.

🔧 Wo ansetzen? Bauen, bauen, bauen – günstiger

Die Lösungsansätze sind bekannt, aber schwer umzusetzen. Erstens braucht es massiv mehr Neubau und Modernisierung, nicht weniger. Zweitens experimentieren einzelne Bundesländer mit kostengünstigerem Bauen – Schleswig-Holstein hat seit September 2024 einen "Regelstandard Erleichtertes Bauen" für Sozialwohnungen eingeführt. Drittens müssen die Bindungsfristen länger werden oder gar nicht mehr auslaufen. Viertens helfen Programme für studentisches und Azubi-Wohnen: Die Förderung stieg zwischen 2022 und 2024 um 400 Prozent. Das Ziel ist klar, die Umsetzung aber ein Marathonlauf gegen die Zeit und die Baupreise.

Quellen der Daten und Infos

PolitPro

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