Umfrage und Ergebnisse

Wie sollte Österreich Frauen in der Politik fördern?

Verbindliche Quoten
19
Freiwillige Programme
43
Anreize
27
Weiß nicht
11

Umfrage beendet

Umfragezeitraum 30. Dezember 2025 bis 4. Januar 2026.

312 Teilnehmer

Umfrage in der PolitPro Community

Informationen zur Umfrage

In der PolitPro Community Umfrage "Wie sollte Österreich Frauen in der Politik fördern?" antworteten 19% mit "Verbindliche Quoten", 43% mit "Freiwillige Programme", 27% mit "Anreize" und 11% mit "Weiß nicht".

Die Umfrage wurde unter 312 Nutzern der PolitPro App im Zeitraum von 30. Dezember 2025 - 4. Januar 2026 durchgeführt.

Repräsentative Hochrechnung für die wahlberechtigte Bevölkerung. Die Daten wurden mittels MRP-Modellierung auf Basis amtlicher Strukturdaten (Demografie & Parteipräferenz) und des PolitPro Community Panels berechnet. Fehlertoleranz von ± 2,5 %.

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Debatte: Meinungen und Standpunkte aus der Community

Einordnung: Kontext und politische Hintergründe

🗳️ Frauenanteil im Parlament stagniert

In Österreich sind Frauen in der Politik unterrepräsentiert. Im Bundesrat betrug der Frauenanteil 2022 rund 41 Prozent, im Nationalrat lagen die Abgeordneten 2008 bei 28,4 Prozent – eine rückläufige Tendenz. Parteien wie SPÖ setzen seit 1985 auf Quoten: mindestens 40 Prozent Frauen bei Kandidatenlisten. ÖVP fordert ein Drittel und nutzt Reißverschlüsse für Ausgeglichenheit. Seit 2019 gibt es Bonuszahlungen: Parlamente mit über 40 Prozent Frauen erhalten 3 Prozent mehr Klubförderung. Trotzdem fehlen Frauen oft in Führungspositionen.

💰 Förderungen und Budgets für Gleichstellung

Der Staat investiert in Frauenförderung. Das Frauenbudget stieg unter Grünen-Einfluss von 10,2 auf 33,6 Millionen Euro. Gender Budgeting ist verfassungsrechtlich verankert – jedes Ressort muss Gleichstellungsziele setzen und jährlich berichten. In der Arbeitsmarktpolitik sollen Frauen 2022 um 4 Prozentpunkte über ihrem Arbeitslosenanteil gefördert werden. Projekte für Beratung, Weiterbildung und Gewaltschutz werden subventioniert, um Chancengleichheit und Integration zu stärken. EU-Ziele wie 35 Prozent Frauenbeteiligung bis 2018 wurden verlängert.

⚖️ Herausforderungen trotz Fortschritten

Trotz Meilensteinen wie Frauenwahlrecht, Gleichbehandlungsgesetz 1993 oder erster Frauenministerin 1990 bleibt ein Gender-Care-Gap von 43 Prozent: Frauen übernehmen fast doppelt so viel Sorgearbeit. Jede dritte Frau erlebt Gewalt. Armutsrisiko ist bei Frauen höher durch ungleiche Einkommen. Maßnahmen wie Unterhaltsfonds oder Ausbau der Kinderbetreuung zielen auf Vereinbarkeit ab. Studien fordern mehr Partizipation junger Frauen, um Lücken zu schließen.

Quellen der Daten und Infos

PolitPro

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