Umfrage und Ergebnisse

Wie sollte Österreich mit Doppelstaatsbürgerschaften umgehen?

Erlauben
18
Nur für EU-Länder
28
Verbieten
52
Weiß nicht
2

Umfrage beendet

Umfragezeitraum 3. Januar 2026 bis 8. Januar 2026.

352 Teilnehmer

Umfrage in der PolitPro Community

Informationen zur Umfrage

In der PolitPro Community Umfrage "Wie sollte Österreich mit Doppelstaatsbürgerschaften umgehen?" antworteten 18% mit "Erlauben", 28% mit "Nur für EU-Länder", 52% mit "Verbieten" und 2% mit "Weiß nicht".

Die Umfrage wurde unter 352 Nutzern der PolitPro App im Zeitraum von 3. Januar 2026 - 8. Januar 2026 durchgeführt.

Repräsentative Hochrechnung für die wahlberechtigte Bevölkerung. Die Daten wurden mittels MRP-Modellierung auf Basis amtlicher Strukturdaten (Demografie & Parteipräferenz) und des PolitPro Community Panels berechnet. Fehlertoleranz von ± 2,5 %.

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Einordnung: Kontext und politische Hintergründe

🚫 Das grundsätzliche Nein zu zwei Pässen

In Österreich gilt eine klare Regel: Wer eine fremde Staatsbürgerschaft annimmt, verliert automatisch die österreichische. Das Staatsbürgerschaftsgesetz (StbG) in § 28 sieht nur enge Ausnahmen vor. Ein Antrag auf Beibehaltung ist möglich, wenn besondere Leistungen für den Staat erbracht wurden oder erwartet werden – oder bei starken privaten Gründen wie Familie. Auch der andere Staat muss zustimmen. Kinder können bei Geburt doppelt staatsbürgerlich sein, müssen sich aber später oft entscheiden. So schützt Österreich seine Loyalität.

⚖️ Ausnahmen für Verdiente und Familien

Die Bewilligung kommt nur selten: Der Verfassungsgerichtshof klärte 2019, dass 'Leistungen' konkret sein müssen, wie Verdienste um die Republik. Für Minderjährige zählt das Kindeswohl, bei Erwachsenen private oder nationale Interessen. Beim Einbürgern von Ausländern müssen diese meist ihre alte Staatsangehörigkeit ablegen – außer bei außergewöhnlichen Verdiensten. Statistiken fehlen, doch Praxis zeigt: Genehmigungen sind rar. In der EU ist Österreich mit den Niederlanden fast allein streng.

🌍 Herausforderungen für Auslandsösterreicher

Viele Österreicher im Ausland stoßen an Grenzen: Ohne zweite Staatsbürgerschaft fehlen Jobchancen oder Visumfreiheit für Familie. NEOS kritisiert vage Kriterien und fordert automatische Beibehaltung. Bei gemischten Ehen erben Kinder oft doppelt, doch Volljährige müssen wählen. Militärdienst im Ausland kann Präsenzpflicht mildern, wird aber geprüft. Österreich priorisiert Einheit, doch Globalisierung drängt: Wie balancieren? Fakten zeigen Isolation in Europa.

Quellen der Daten und Infos

PolitPro

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