Umfrage und Ergebnisse

Wie sollte Österreich mit geschlechtergetrennter Bildung umgehen?

Fördern
13
Neutral
30
Verbieten
54
Weiß nicht
3

Umfrage beendet

Umfragezeitraum 5. Januar 2026 bis 10. Januar 2026.

360 Teilnehmer

Umfrage in der PolitPro Community

Informationen zur Umfrage

In der PolitPro Community Umfrage "Wie sollte Österreich mit geschlechtergetrennter Bildung umgehen?" antworteten 13% mit "Fördern", 30% mit "Neutral", 54% mit "Verbieten" und 3% mit "Weiß nicht".

Die Umfrage wurde unter 360 Nutzern der PolitPro App im Zeitraum von 5. Januar 2026 - 10. Januar 2026 durchgeführt.

Repräsentative Hochrechnung für die wahlberechtigte Bevölkerung. Die Daten wurden mittels MRP-Modellierung auf Basis amtlicher Strukturdaten (Demografie & Parteipräferenz) und des PolitPro Community Panels berechnet. Fehlertoleranz von ± 2,5 %.

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Debatte: Meinungen und Standpunkte aus der Community

Einordnung: Kontext und politische Hintergründe

🚫 Keine getrennten Klassen nach Geschlecht

In Österreich gibt es keine staatlichen Schulen mit geschlechtergetrennter Bildung. Seit Jahrzehnten gilt das Prinzip der gemeinsamen Erziehung: Seit 1995 ist 'Erziehung zur Gleichstellung von Frauen und Männern' fester Bestandteil aller Lehrpläne. Früher gab es getrennte Schulen für Mädchen, wie 1873 die höhere Bildungsschule für Mädchen in Wien. Heute sind alle Schulformen beiden Geschlechtern offen – von Volksschule bis Uni. Das Ziel: Stereotype abbauen und Chancengleichheit schaffen. Österreich hat 1981 die UN-Frauenrechtskonvention ratifiziert, die Diskriminierung im Bildungsbereich verbietet.

📊 Jungen hinken Mädchen in Abschlüssen hinterher

Aktuelle Daten zeigen klare Unterschiede: Jungen brechen mit 9,3 Prozent häufiger die Schule ab als Mädchen (7,9 Prozent). Mehr als die Hälfte der Maturanten sind Mädchen, die auch öfter studieren und abschließen. Das führt zu einer Bildungsschere, die sich auf Arbeitsmarkt und Partnersuche auswirkt – Frauen suchen oft gleich oder höher Gebildete. Das System hat Nachteile von Mädchen ausgeglichen, nun fallen Jungen zurück. Experten sehen hier Herausforderungen für eine ausgewogene Gesellschaft, ohne dass getrennter Unterricht die Lösung ist.

🔄 Trennung nur bei Sprachförderung und Inklusion

Getrennter Unterricht passiert temporär bei Migrantenkindern in Deutschförderklassen seit 2018/19, um Rückstände auszugleichen – kritisiert, weil es Barrieren verstärkt. Ab 2025 kommen Orientierungsklassen für bis zu sechs Monate, auch für in Österreich lebende Kinder ohne Vorerfahrung. Inklusion für Behinderte ist Pflicht seit der UN-Konvention 2008, doch Pläne für neue Sonderschulen werden als Rückschritt gesehen. Das System zielt auf Integration ab, nicht auf Geschlechtertrennung.

Quellen der Daten und Infos

PolitPro

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