Umfrage und Ergebnisse

Wie sollte Österreich mit illegalem Waffenbesitz umgehen?

Strengere Kontrollen
30
Härtere Strafen
42
Amnestieprogramme
26
Weiß nicht
1

Umfrage beendet

Umfragezeitraum 12. Januar 2026 bis 17. Januar 2026.

268 Teilnehmer

Umfrage in der PolitPro Community

Informationen zur Umfrage

In der PolitPro Community Umfrage "Wie sollte Österreich mit illegalem Waffenbesitz umgehen?" antworteten 30% mit "Strengere Kontrollen", 42% mit "Härtere Strafen", 26% mit "Amnestieprogramme" und 1% mit "Weiß nicht".

Die Umfrage wurde unter 268 Nutzern der PolitPro App im Zeitraum von 12. Januar 2026 - 17. Januar 2026 durchgeführt.

Repräsentative Hochrechnung für die wahlberechtigte Bevölkerung. Die Daten wurden mittels MRP-Modellierung auf Basis amtlicher Strukturdaten (Demografie & Parteipräferenz) und des PolitPro Community Panels berechnet. Fehlertoleranz von ± 2,5 %.

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Einordnung: Kontext und politische Hintergründe

🔫 Warum Österreich zur Waffenhochburg wurde

Österreich hat eine der höchsten Waffendichten in Europa: Etwa 2,5 Millionen Schusswaffen sind im Umlauf – das entspricht 30 Waffen pro 100 Einwohner, deutlich mehr als in Deutschland oder Frankreich. Davon sind 1,5 Millionen legal registriert und verteilt auf knapp 375.000 Waffenbesitzer. Besonders einfach ist der Zugang zu Schrotflinten und Gewehren der Kategorie C – hier braucht es nur eine Altersgrenze von 18 Jahren, keine behördliche Genehmigung. Seit 2015 ist die Zahl der legalen Waffenbesitzer um mehr als 120.000 gestiegen. Viele Österreicher kaufen sich Waffen, um sich sicherer zu fühlen – obwohl paradoxerweise 55 Prozent meinen, dass sich die Sicherheitslage in den letzten fünf Jahren verschlechtert hat.

📊 Das überraschende Sicherheitsbild der Statistik

Trotz der hohen Waffendichte zeigt die Kriminalstatistik ein anderes Bild: 2024 wurden nur 352 Straftaten mit Schusswaffen registriert – bei 1,5 Millionen legalen Waffen ein Anteil von 0,023 Prozent. Noch interessanter: Etwa 75 Prozent dieser Delikte wurden mit illegalen Waffen begangen. Das bedeutet, dass legale Waffen in nur etwa 88 Fällen pro Jahr bei Straftaten eine Rolle spielten – ein verschwindend geringer Anteil. Die Daten deuten darauf hin, dass das eigentliche Sicherheitsrisiko nicht von gesetzestreuen Waffenbesitzern ausgeht, sondern vom illegalen Waffenhandel und der Dunkelziffer nicht registrierter Waffen im Umlauf.

⚖️ Die zentrale Debatte: Kontrolle oder Fokus auf Illegales

Hier zeigt sich der Kern des Problems: Österreich hat strenge Regeln für legale Waffenbesitzer – psychologische Tests, regelmäßige Überprüfungen, sichere Verwahrung – aber eine große Dunkelziffer illegaler Waffen. Die Frage ist, ob man legale Besitzer durch schärfere Gesetze stärker kontrollieren sollte oder den Fokus auf illegale Waffen legen sollte. Experten argumentieren, dass Verschärfungen für die 375.000 gesetzestreuen Bürger wenig bringen würden, während der illegale Waffenhandel das echte Risiko darstellt. Österreich steht also vor der Wahl: Mehr Kontrolle für legale Besitzer oder mehr Ressourcen gegen illegale Waffen?

Quellen der Daten und Infos

PolitPro

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