Umfrage und Ergebnisse

Wie sollte Österreich mit Schulabbrechern umgehen?

Mehr Nachhilfe
10
Verpflichtende Kurse
62
Lehrstellen öffnen
26
Weiß nicht
1

Umfrage beendet

Umfragezeitraum 1. Januar 2026 bis 6. Januar 2026.

312 Teilnehmer

Umfrage in der PolitPro Community

Informationen zur Umfrage

In der PolitPro Community Umfrage "Wie sollte Österreich mit Schulabbrechern umgehen?" antworteten 10% mit "Mehr Nachhilfe", 62% mit "Verpflichtende Kurse", 26% mit "Lehrstellen öffnen" und 1% mit "Weiß nicht".

Die Umfrage wurde unter 312 Nutzern der PolitPro App im Zeitraum von 1. Januar 2026 - 6. Januar 2026 durchgeführt.

Repräsentative Hochrechnung für die wahlberechtigte Bevölkerung. Die Daten wurden mittels MRP-Modellierung auf Basis amtlicher Strukturdaten (Demografie & Parteipräferenz) und des PolitPro Community Panels berechnet. Fehlertoleranz von ± 2,5 %.

PolitPro Community

Werde Teil der PolitPro Community und nimm täglich an neuen Umfragen zu aktuellen politischen Themen teil. Deine Stimme zählt!

Debatte: Meinungen und Standpunkte aus der Community

Einordnung: Kontext und politische Hintergründe

🎓 Österreich liegt besser als der EU-Durchschnitt – aber nicht gut genug

In Österreich brechen 8,1 Prozent der 18- bis 24-Jährigen ihre Ausbildung ab, ohne einen Schulabschluss oder eine Lehre zu haben. Das klingt nach wenig, liegt aber deutlich unter dem EU-Durchschnitt von 9,3 Prozent. Trotzdem bedeutet das konkret: Etwa jeder zwölfte junge Mensch in Österreich hat keinen anerkannten Abschluss der Sekundarstufe II. Das ist nicht nur ein persönliches Problem – es betrifft auch den Arbeitsmarkt. Denn wer ohne Abschluss dasteht, hat später deutlich schwerer einen Job zu finden. Besonders auffällig ist das Geschlechtergefälle: Bei Männern liegt die Quote bei 9,3 Prozent, bei Frauen nur bei 7,9 Prozent. Das zeigt, dass Jungen in Österreich ein besonderes Risiko haben, die Schule zu verlassen.

⚖️ Höhere Strafen sollen Schulschwänzen teurer machen

Österreich setzt auf Abschreckung: Ab September 2026 steigen die Strafen für Schulpflichtverletzungen deutlich – von bisher 110 bis 440 Euro auf 150 bis 1.000 Euro. Parallel dazu führt der Staat auch präventive Maßnahmen ein: Schulen sollen Schüler, die gefährdet sind abzubrechen, in verpflichtenden Perspektivengesprächen unterstützen und Schulsozialarbeiter einbeziehen. Erst wenn diese Maßnahmen nicht helfen und ein Kind mehr als drei Tage fehlt, wird die Bezirksverwaltungsbehörde eingeschaltet. Das System versucht also, vor Bestrafung erst zu helfen – mit finanziellem Druck als letztem Mittel.

📊 Das größere Problem: Junge Menschen ohne Perspektive

Schulabbruch ist oft nur die erste Stufe eines größeren Problems. Von den 15- bis 24-Jährigen sind 8,7 Prozent sogenannte NEETs – sie arbeiten nicht, sind nicht arbeitslos gemeldet und machen auch keine Ausbildung. Bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund ist dieser Anteil mit 13 Prozent deutlich höher. Die Arbeitslosigkeit von Jugendlichen ist 2024 um 13,1 Prozent gestiegen. Das zeigt: Das Problem liegt nicht nur bei einzelnen Schülern, sondern auch bei fehlenden Ausbildungsplätzen und mangelnden Perspektiven. Ohne umfassende Lösungen – bessere Berufsberatung, mehr Ausbildungsplätze, gezielte Unterstützung für benachteiligte Gruppen – werden höhere Strafen allein das Problem nicht lösen.

Quellen der Daten und Infos

PolitPro

PolitPro bringt wissenschaftliche Daten und aktuelle Umfragewerte zusammen, um Politik für alle greifbar zu machen. Wir nutzen Datensätze aus führenden Forschungsprojekten und ergänzen sie durch eigene Recherchen, Analysen und Algorithmen. So machen wir komplexe politische Zusammenhänge für Alle verständlich und zugänglich. Unterstützt durch KI.

Hilf uns, unabhängig zu bleiben

Deine Unterstützung schützt PolitPro vor dem Einfluss von Lobbygruppen und Parteien.

Feedback geben

Erzähle uns, wie wir PolitPro für dich noch besser machen können!

Fehler gefunden?

Politische Daten ändern sich täglich. Sollte dir ein Fehler auffallen, schreib uns gerne eine Email. Ein kurzer Quellenhinweis hilft uns bei der Überprüfung.