Aktuelle Sonntagsfrage zur Nationalratswahl in Österreich (IFDD, 18. Mai 2023)

16. Mai 2023 - 18. Mai 2023

1250 Befragte

Nächste Nationalratswahl in Österreich: 2029

Die nächste Nationalratswahl in Österreich findet voraussichtlich im Jahr 2029 statt.

Regierungsbündnis in Österreich behält stabile Mehrheit

Basierend auf der Projektion von IFDD würden die amtierenden Regierungsparteien derzeit 55,2% der Parlamentssitze erhalten.

Wer führt laut der Umfrage von IFDD?

In der Sonntagsfrage für Österreich von IFDD führt FPÖ mit 27%. Es folgen ÖVP mit 24%, SPÖ mit 21%, GRÜNE mit 9%, NEOS mit 8% und KPÖ mit 7%. Sonstige Parteien erreichen 4% der Stimmen.

Qualitätscheck: Wie verlässlich ist die Prognose von IFDD?

86

PolitPro Score

IFDD erreicht im PolitPro Score 86 von 100 Punkten.

1,1

Genauigkeit bei Wahlen

Im Schnitt weichen die Umfragewerte von IFDD zwischen Vorwahlumfrage und Wahlergebnis um 1,1 Prozentpunkte ab.

Rechnerische Mehrheiten und Koalitionsoptionen

Sperrklausel

Die Sperrklausel zur Wahl in Österreich liegt bei 4%.

ÖVP + SPÖ + GRÜNE
Mitte
56,3%
ÖVP + SPÖ + NEOS
Mitte
55,2%
FPÖ + ÖVP
Rechts
53,6%
FPÖ + SPÖ
Rechts
50,3%
ÖVP + SPÖ
Mitte-rechts
47,0%
SPÖ + GRÜNE + NEOS + KPÖ
Mitte-links
46,4%
FPÖ + NEOS + KPÖ
Rechts
43,7%
ÖVP + GRÜNE + NEOS
Mitte
42,6%

Parlamentszusammensetzung laut IFDD

Nach den aktuellen Daten von IFDD würden voraussichtlich 6 Parteien die Vier-Prozent-Hürde überwinden und in den Nationalrat einziehen: FPÖ mit 52 Abgeordneten, ÖVP mit 46 Abgeordneten, SPÖ mit 40 Abgeordneten, GRÜNE mit 17 Abgeordneten, NEOS mit 15 Abgeordneten und KPÖ mit 13 Abgeordneten.

Das Wahlsystem in Österreich

Die Wahl zum österreichischen Nationalrat erfolgt nach dem Prinzip der Verhältniswahl. Das Land ist in neun Landeswahlkreise und 39 Regionalwahlkreise unterteilt. Die Verteilung der 183 Mandate erfolgt in einem dreistufigen Ermittlungsverfahren: Zuerst auf Ebene der Regionalwahlkreise, dann auf Landesebene und schließlich auf Bundesebene über die Bundesliste. Eine Besonderheit in Österreich ist das aktive Wahlrecht ab 16 Jahren. Zudem haben Wähler die Möglichkeit, durch Vorzugsstimmen die Reihung der Kandidaten auf den Listen zu beeinflussen, was dem System ein Element der Persönlichkeitswahl verleiht.

Sperrklausel und Hürden

Damit eine Partei in den Nationalrat einziehen kann, muss sie bundesweit mindestens 4% der gültigen Stimmen erreichen. Alternativ reicht der Gewinn eines sogenannten Grundmandats in einem der Regionalwahlkreise aus, um an der weiteren Sitzverteilung teilzunehmen. Diese Hürde soll eine zu starke Zersplitterung des Parlaments verhindern und sicherstellen, dass nur Parteien mit einer gewissen gesellschaftlichen Relevanz vertreten sind. Stimmen für Parteien, die diese Hürden nicht überspringen, bleiben bei der Mandatsverteilung unberücksichtigt.

Regierungsbildung und Koalitionstraditionen

In Österreich führt das Verhältniswahlrecht meist dazu, dass keine Partei die absolute Mehrheit der Mandate allein erreicht. Daher sind Koalitionen die Regel. Nach der Wahl beauftragt der Bundespräsident meist den Vorsitzenden der stimmenstärksten Partei mit der Suche nach Koalitionspartnern. Sobald sich eine stabile Mehrheit im Nationalrat abzeichnet, wird ein Koalitionsvertrag ausgehandelt. Die Bundesregierung muss zwar nicht aktiv vom Parlament gewählt werden, ist aber von dessen Vertrauen abhängig, da der Nationalrat der Regierung oder einzelnen Mitgliedern jederzeit das Vertrauen entziehen kann.

Quellen der Daten und Infos

PolitPro

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