Aktuelle Sonntagsfrage zur Nationalratswahl in Österreich (Karmasin Research & Identity, 15. Januar 2020)

10. Januar 2019 - 15. Januar 2020

1000 Befragte

Nächste Parlamentswahl in Österreich: 2029

Die nächste Parlamentswahl in Österreich findet voraussichtlich im Jahr 2029 statt.

Regierungsbündnis in Österreich behält stabile Mehrheit

Basierend auf der Projektion von Karmasin Research & Identity würden die amtierenden Regierungsparteien derzeit 67,2% der Parlamentssitze erhalten.

Qualitätscheck: Wie verlässlich ist die Prognose von Karmasin Research & Identity?

?

PolitPro Score

Karmasin Research & Identity erreicht im PolitPro Score ? von 100 Punkten.

1,1

Genauigkeit bei Wahlen

Im Schnitt weichen die Umfragewerte von Karmasin Research & Identity zwischen Vorwahlumfrage und Wahlergebnis um 1,1 Prozentpunkte ab.

Rechnerische Mehrheiten und Koalitionsoptionen

Sperrklausel

Die Sperrklausel zur Wahl in Österreich liegt bei 4%.

SPÖ + ÖVP
Mitte
55,2%
ÖVP + FPÖ + NEOS
Rechts
55,2%
SPÖ + FPÖ
Mitte-rechts
52,5%
SPÖ + NEOS + GRÜNE
Mitte-links
51,9%
ÖVP + FPÖ + MFG
Rechts
48,1%
ÖVP + FPÖ
Rechts
44,3%
ÖVP + NEOS + GRÜNE
Mitte
43,7%
SPÖ + NEOS
Mitte-links
42,6%

Parlamentszusammensetzung laut Lazarsfeld Gesellschaft

Nach den aktuellen Daten von :institute würden voraussichtlich 6 Parteien die Vier-Prozent-Hürde überwinden und in den Nationalrat einziehen: SPÖ mit 58 Abgeordneten, ÖVP mit 43 Abgeordneten, FPÖ mit 38 Abgeordneten, NEOS mit 20 Abgeordneten, GRÜNE mit 17 Abgeordneten und MFG mit 7 Abgeordneten.

Das Wahlsystem in Österreich

Die Wahl zum österreichischen Nationalrat erfolgt nach dem Prinzip der Verhältniswahl. Das Land ist in neun Landeswahlkreise und 39 Regionalwahlkreise unterteilt. Die Verteilung der 183 Mandate erfolgt in einem dreistufigen Ermittlungsverfahren: Zuerst auf Ebene der Regionalwahlkreise, dann auf Landesebene und schließlich auf Bundesebene über die Bundesliste. Eine Besonderheit in Österreich ist das aktive Wahlrecht ab 16 Jahren. Zudem haben Wähler die Möglichkeit, durch Vorzugsstimmen die Reihung der Kandidaten auf den Listen zu beeinflussen, was dem System ein Element der Persönlichkeitswahl verleiht.

Sperrklausel und Hürden

Damit eine Partei in den Nationalrat einziehen kann, muss sie bundesweit mindestens 4% der gültigen Stimmen erreichen. Alternativ reicht der Gewinn eines sogenannten Grundmandats in einem der Regionalwahlkreise aus, um an der weiteren Sitzverteilung teilzunehmen. Diese Hürde soll eine zu starke Zersplitterung des Parlaments verhindern und sicherstellen, dass nur Parteien mit einer gewissen gesellschaftlichen Relevanz vertreten sind. Stimmen für Parteien, die diese Hürden nicht überspringen, bleiben bei der Mandatsverteilung unberücksichtigt.

Regierungsbildung und Koalitionstraditionen

In Österreich führt das Verhältniswahlrecht meist dazu, dass keine Partei die absolute Mehrheit der Mandate allein erreicht. Daher sind Koalitionen die Regel. Nach der Wahl beauftragt der Bundespräsident meist den Vorsitzenden der stimmenstärksten Partei mit der Suche nach Koalitionspartnern. Sobald sich eine stabile Mehrheit im Nationalrat abzeichnet, wird ein Koalitionsvertrag ausgehandelt. Die Bundesregierung muss zwar nicht aktiv vom Parlament gewählt werden, ist aber von dessen Vertrauen abhängig, da der Nationalrat der Regierung oder einzelnen Mitgliedern jederzeit das Vertrauen entziehen kann.

Quellen der Daten und Infos

PolitPro

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