Aktuelle Sonntagsfrage zur Nationalratswahl in Österreich (Lazarsfeld Gesellschaft, 22. November 2023)

13. November 2023 - 22. November 2023

2000 Befragte

Nächste Parlamentswahl in Österreich: 2029

Die nächste Parlamentswahl in Österreich findet voraussichtlich im Jahr 2029 statt.

Regierungsbündnis in Österreich behält stabile Mehrheit

Basierend auf der Projektion von Lazarsfeld Gesellschaft würden die amtierenden Regierungsparteien derzeit 56,8% der Parlamentssitze erhalten.

Wer führt laut der Umfrage von Lazarsfeld Gesellschaft?

In der aktuellen Sonntagsfrage zur Nationalratswahl von Lazarsfeld Gesellschaft vom 22. November 2023 liegt FPÖ mit 29% vorne. Dahinter folgen SPÖ mit 26%, ÖVP mit 20%, NEOS mit 10%, GRÜNE mit 9% und KPÖ mit 4%. Sonstige Parteien erreichen 2% der Stimmen.

Qualitätscheck: Wie verlässlich ist die Prognose von Lazarsfeld Gesellschaft?

Rechnerische Mehrheiten und Koalitionsoptionen

Sperrklausel

Die Sperrklausel zur Wahl in Österreich liegt bei 4%.

FPÖ + ÖVP
Rechts
59,0%
FPÖ + SPÖ
Rechts
56,8%
ÖVP + SPÖ + GRÜNE
Mitte
50,8%
FPÖ + NEOS + KPÖ
Rechts
49,2%
ÖVP + SPÖ + NEOS
Mitte
48,6%

Parlamentszusammensetzung laut Lazarsfeld Gesellschaft

Nach den aktuellen Daten von Lazarsfeld Gesellschaft würden voraussichtlich 6 Parteien die Vier-Prozent-Hürde überwinden und in den Nationalrat einziehen: FPÖ mit 68 Abgeordneten, ÖVP mit 40 Abgeordneten, SPÖ mit 36 Abgeordneten, GRÜNE mit 17 Abgeordneten, NEOS mit 13 Abgeordneten und KPÖ mit 9 Abgeordneten.

Das Wahlsystem in Österreich

Die Wahl zum österreichischen Nationalrat erfolgt nach dem Prinzip der Verhältniswahl. Das Land ist in neun Landeswahlkreise und 39 Regionalwahlkreise unterteilt. Die Verteilung der 183 Mandate erfolgt in einem dreistufigen Ermittlungsverfahren: Zuerst auf Ebene der Regionalwahlkreise, dann auf Landesebene und schließlich auf Bundesebene über die Bundesliste. Eine Besonderheit in Österreich ist das aktive Wahlrecht ab 16 Jahren. Zudem haben Wähler die Möglichkeit, durch Vorzugsstimmen die Reihung der Kandidaten auf den Listen zu beeinflussen, was dem System ein Element der Persönlichkeitswahl verleiht.

Sperrklausel und Hürden

Damit eine Partei in den Nationalrat einziehen kann, muss sie bundesweit mindestens 4% der gültigen Stimmen erreichen. Alternativ reicht der Gewinn eines sogenannten Grundmandats in einem der Regionalwahlkreise aus, um an der weiteren Sitzverteilung teilzunehmen. Diese Hürde soll eine zu starke Zersplitterung des Parlaments verhindern und sicherstellen, dass nur Parteien mit einer gewissen gesellschaftlichen Relevanz vertreten sind. Stimmen für Parteien, die diese Hürden nicht überspringen, bleiben bei der Mandatsverteilung unberücksichtigt.

Regierungsbildung und Koalitionstraditionen

In Österreich führt das Verhältniswahlrecht meist dazu, dass keine Partei die absolute Mehrheit der Mandate allein erreicht. Daher sind Koalitionen die Regel. Nach der Wahl beauftragt der Bundespräsident meist den Vorsitzenden der stimmenstärksten Partei mit der Suche nach Koalitionspartnern. Sobald sich eine stabile Mehrheit im Nationalrat abzeichnet, wird ein Koalitionsvertrag ausgehandelt. Die Bundesregierung muss zwar nicht aktiv vom Parlament gewählt werden, ist aber von dessen Vertrauen abhängig, da der Nationalrat der Regierung oder einzelnen Mitgliedern jederzeit das Vertrauen entziehen kann.

Quellen der Daten und Infos

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