Lazarsfeld Gesellschaft
OE24
Um Parteien vergleichbar zu machen, zeigen wir mit den Symbolen die politische Ausrichtung einer Partei an. Die Kategorien dienen zur groben Einordnung für einen schnellen Überblick. Genauere Informationen zu den politischen Standpunkten findest du auf den Unterseiten der Parteien.
OE24
2000 Befragte
Die nächste Parlamentswahl in Österreich findet voraussichtlich im Jahr 2029 statt.
Basierend auf der Projektion von Lazarsfeld Gesellschaft würden die amtierenden Regierungsparteien derzeit 56,8% der Parlamentssitze erhalten.
In der aktuellen Sonntagsfrage zur Nationalratswahl von Lazarsfeld Gesellschaft vom 22. November 2023 liegt FPÖ mit 29% vorne. Dahinter folgen SPÖ mit 26%, ÖVP mit 20%, NEOS mit 10%, GRÜNE mit 9% und KPÖ mit 4%. Sonstige Parteien erreichen 2% der Stimmen.
Lazarsfeld Gesellschaft erreicht im PolitPro Score 80 von 100 Punkten.
Im Schnitt weichen die Umfragewerte von Lazarsfeld Gesellschaft zwischen Vorwahlumfrage und Wahlergebnis um 1,9 Prozentpunkte ab.
In 22% der Umfragen bewertet Lazarsfeld Gesellschaft die Werte von FPÖ höher als der PolitPro Wahltrend aller Institute.
In 20% der Umfragen bewertet Lazarsfeld Gesellschaft die Werte von NEOS höher als der PolitPro Wahltrend aller Institute.
In 22% der Umfragen bewertet Lazarsfeld Gesellschaft die Werte von ÖVP niedriger als der PolitPro Wahltrend aller Institute.
Die Sperrklausel zur Wahl in Österreich liegt bei 4%.
Nach den aktuellen Daten von Lazarsfeld Gesellschaft würden voraussichtlich 6 Parteien die Vier-Prozent-Hürde überwinden und in den Nationalrat einziehen: FPÖ mit 68 Abgeordneten, ÖVP mit 40 Abgeordneten, SPÖ mit 36 Abgeordneten, GRÜNE mit 17 Abgeordneten, NEOS mit 13 Abgeordneten und KPÖ mit 9 Abgeordneten.
Die Wahl zum österreichischen Nationalrat erfolgt nach dem Prinzip der Verhältniswahl. Das Land ist in neun Landeswahlkreise und 39 Regionalwahlkreise unterteilt. Die Verteilung der 183 Mandate erfolgt in einem dreistufigen Ermittlungsverfahren: Zuerst auf Ebene der Regionalwahlkreise, dann auf Landesebene und schließlich auf Bundesebene über die Bundesliste. Eine Besonderheit in Österreich ist das aktive Wahlrecht ab 16 Jahren. Zudem haben Wähler die Möglichkeit, durch Vorzugsstimmen die Reihung der Kandidaten auf den Listen zu beeinflussen, was dem System ein Element der Persönlichkeitswahl verleiht.
Damit eine Partei in den Nationalrat einziehen kann, muss sie bundesweit mindestens 4% der gültigen Stimmen erreichen. Alternativ reicht der Gewinn eines sogenannten Grundmandats in einem der Regionalwahlkreise aus, um an der weiteren Sitzverteilung teilzunehmen. Diese Hürde soll eine zu starke Zersplitterung des Parlaments verhindern und sicherstellen, dass nur Parteien mit einer gewissen gesellschaftlichen Relevanz vertreten sind. Stimmen für Parteien, die diese Hürden nicht überspringen, bleiben bei der Mandatsverteilung unberücksichtigt.
In Österreich führt das Verhältniswahlrecht meist dazu, dass keine Partei die absolute Mehrheit der Mandate allein erreicht. Daher sind Koalitionen die Regel. Nach der Wahl beauftragt der Bundespräsident meist den Vorsitzenden der stimmenstärksten Partei mit der Suche nach Koalitionspartnern. Sobald sich eine stabile Mehrheit im Nationalrat abzeichnet, wird ein Koalitionsvertrag ausgehandelt. Die Bundesregierung muss zwar nicht aktiv vom Parlament gewählt werden, ist aber von dessen Vertrauen abhängig, da der Nationalrat der Regierung oder einzelnen Mitgliedern jederzeit das Vertrauen entziehen kann.