Aktuelle Sonntagsfrage zur Nationalratswahl in Österreich (Research Affairs, 17. Juni 2021)

15. Juni 2021 - 17. Juni 2021

500 Befragte

Nächste Nationalratswahl in Österreich: 2029

Die nächste Nationalratswahl in Österreich findet voraussichtlich im Jahr 2029 statt.

Regierungsbündnis in Österreich behält stabile Mehrheit

Basierend auf der Projektion von Research Affairs würden die amtierenden Regierungsparteien derzeit 71,6% der Parlamentssitze erhalten.

Wer führt laut der Umfrage von Research Affairs?

In der aktuellen Sonntagsfrage zur Nationalratswahl von Research Affairs vom 17. Juni 2021 liegt ÖVP mit 35% vorne. Dahinter folgen SPÖ mit 22%, FPÖ mit 15%, GRÜNE mit 12% und NEOS mit 11%. Sonstige Parteien erreichen 5% der Stimmen.

Qualitätscheck: Wie verlässlich ist die Prognose von Research Affairs?

Rechnerische Mehrheiten und Koalitionsoptionen

Sperrklausel

Die Sperrklausel zur Wahl in Österreich liegt bei 4%.

ÖVP + GRÜNE + NEOS
Mitte
61,2%
ÖVP + SPÖ
Mitte-rechts
60,1%
ÖVP + FPÖ
Rechts
53,0%
ÖVP + GRÜNE
Mitte-rechts
49,7%
ÖVP + NEOS
Mitte-rechts
48,6%
SPÖ + GRÜNE + NEOS
Links
47,0%

Parlamentszusammensetzung laut Research Affairs

Nach den aktuellen Daten von Research Affairs würden voraussichtlich 5 Parteien die Vier-Prozent-Hürde überwinden und in den Nationalrat einziehen: ÖVP mit 68 Abgeordneten, SPÖ mit 42 Abgeordneten, FPÖ mit 29 Abgeordneten, GRÜNE mit 23 Abgeordneten und NEOS mit 21 Abgeordneten.

Das Wahlsystem in Österreich

Die Wahl zum österreichischen Nationalrat erfolgt nach dem Prinzip der Verhältniswahl. Das Land ist in neun Landeswahlkreise und 39 Regionalwahlkreise unterteilt. Die Verteilung der 183 Mandate erfolgt in einem dreistufigen Ermittlungsverfahren: Zuerst auf Ebene der Regionalwahlkreise, dann auf Landesebene und schließlich auf Bundesebene über die Bundesliste. Eine Besonderheit in Österreich ist das aktive Wahlrecht ab 16 Jahren. Zudem haben Wähler die Möglichkeit, durch Vorzugsstimmen die Reihung der Kandidaten auf den Listen zu beeinflussen, was dem System ein Element der Persönlichkeitswahl verleiht.

Sperrklausel und Hürden

Damit eine Partei in den Nationalrat einziehen kann, muss sie bundesweit mindestens 4% der gültigen Stimmen erreichen. Alternativ reicht der Gewinn eines sogenannten Grundmandats in einem der Regionalwahlkreise aus, um an der weiteren Sitzverteilung teilzunehmen. Diese Hürde soll eine zu starke Zersplitterung des Parlaments verhindern und sicherstellen, dass nur Parteien mit einer gewissen gesellschaftlichen Relevanz vertreten sind. Stimmen für Parteien, die diese Hürden nicht überspringen, bleiben bei der Mandatsverteilung unberücksichtigt.

Regierungsbildung und Koalitionstraditionen

In Österreich führt das Verhältniswahlrecht meist dazu, dass keine Partei die absolute Mehrheit der Mandate allein erreicht. Daher sind Koalitionen die Regel. Nach der Wahl beauftragt der Bundespräsident meist den Vorsitzenden der stimmenstärksten Partei mit der Suche nach Koalitionspartnern. Sobald sich eine stabile Mehrheit im Nationalrat abzeichnet, wird ein Koalitionsvertrag ausgehandelt. Die Bundesregierung muss zwar nicht aktiv vom Parlament gewählt werden, ist aber von dessen Vertrauen abhängig, da der Nationalrat der Regierung oder einzelnen Mitgliedern jederzeit das Vertrauen entziehen kann.

Quellen der Daten und Infos

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