Aktuelle Sonntagsfrage zur Nationalratswahl in Österreich (Spectra, 29. Juni 2018)

6. Juni 2018 - 29. Juni 2018

709 Befragte

Nächste Nationalratswahl in Österreich: 2029

Die nächste Nationalratswahl in Österreich findet voraussichtlich im Jahr 2029 statt.

Regierungsbündnis in Österreich behält stabile Mehrheit

Basierend auf der Projektion von Spectra würden die amtierenden Regierungsparteien derzeit 66,7% der Parlamentssitze erhalten.

Wer führt laut der Umfrage von Spectra?

In der Sonntagsfrage für Österreich von Spectra führt ÖVP mit 34%. Es folgen FPÖ mit 28%, SPÖ mit 26%, JETZT mit 4%, NEOS mit 4% und GRÜNE mit 3%. Sonstige Parteien erreichen 1% der Stimmen.

Qualitätscheck: Wie verlässlich ist die Prognose von Spectra?

Rechnerische Mehrheiten und Koalitionsoptionen

Sperrklausel

Die Sperrklausel zur Wahl in Österreich liegt bei 4%.

ÖVP + FPÖ
Rechts
65,0%
ÖVP + SPÖ
Mitte-rechts
62,8%
FPÖ + SPÖ
Mitte-rechts
56,8%
ÖVP + NEOS + JETZT
Mitte-rechts
43,2%

Parlamentszusammensetzung laut Spectra

Nach den aktuellen Daten von Spectra würden voraussichtlich 5 Parteien die Vier-Prozent-Hürde überwinden und in den Nationalrat einziehen: ÖVP mit 65 Abgeordneten, FPÖ mit 54 Abgeordneten, SPÖ mit 50 Abgeordneten, JETZT mit 7 Abgeordneten und NEOS mit 7 Abgeordneten.

Das Wahlsystem in Österreich

Die Wahl zum österreichischen Nationalrat erfolgt nach dem Prinzip der Verhältniswahl. Das Land ist in neun Landeswahlkreise und 39 Regionalwahlkreise unterteilt. Die Verteilung der 183 Mandate erfolgt in einem dreistufigen Ermittlungsverfahren: Zuerst auf Ebene der Regionalwahlkreise, dann auf Landesebene und schließlich auf Bundesebene über die Bundesliste. Eine Besonderheit in Österreich ist das aktive Wahlrecht ab 16 Jahren. Zudem haben Wähler die Möglichkeit, durch Vorzugsstimmen die Reihung der Kandidaten auf den Listen zu beeinflussen, was dem System ein Element der Persönlichkeitswahl verleiht.

Sperrklausel und Hürden

Damit eine Partei in den Nationalrat einziehen kann, muss sie bundesweit mindestens 4% der gültigen Stimmen erreichen. Alternativ reicht der Gewinn eines sogenannten Grundmandats in einem der Regionalwahlkreise aus, um an der weiteren Sitzverteilung teilzunehmen. Diese Hürde soll eine zu starke Zersplitterung des Parlaments verhindern und sicherstellen, dass nur Parteien mit einer gewissen gesellschaftlichen Relevanz vertreten sind. Stimmen für Parteien, die diese Hürden nicht überspringen, bleiben bei der Mandatsverteilung unberücksichtigt.

Regierungsbildung und Koalitionstraditionen

In Österreich führt das Verhältniswahlrecht meist dazu, dass keine Partei die absolute Mehrheit der Mandate allein erreicht. Daher sind Koalitionen die Regel. Nach der Wahl beauftragt der Bundespräsident meist den Vorsitzenden der stimmenstärksten Partei mit der Suche nach Koalitionspartnern. Sobald sich eine stabile Mehrheit im Nationalrat abzeichnet, wird ein Koalitionsvertrag ausgehandelt. Die Bundesregierung muss zwar nicht aktiv vom Parlament gewählt werden, ist aber von dessen Vertrauen abhängig, da der Nationalrat der Regierung oder einzelnen Mitgliedern jederzeit das Vertrauen entziehen kann.

Quellen der Daten und Infos

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