Aktuelle Sonntagsfrage zur Wahl in Portugal (CESOP-UCP, 5. Januar 2022)

28. Dezember 2021 - 5. Januar 2022

1238 Befragte

Nächste Parlamentswahl in Portugal: 2029

Die nächste Parlamentswahl in Portugal findet voraussichtlich im Jahr 2029 statt.

Aktuelle Regierung in Portugal ohne Mehrheit

Basierend auf der Projektion von CESOP-UCP würden die amtierenden Regierungsparteien derzeit 35,2% der Parlamentssitze erhalten.

Wer führt laut der Umfrage von CESOP-UCP?

In der aktuellen Sonntagsfrage für Portugal, durchgeführt von CESOP-UCP, liegt Partido Socialista mit 38% vorn. Dahinter folgen PSD mit 32%, Bloco de Esquerda mit 6%, CDU mit 6%, Chega mit 5%, Iniciativa Liberal mit 5%, PAN mit 2%, CDS–Partido Popular mit 2% und LIVRE mit 1%. Sonstige Parteien erreichen 3% der Stimmen.

Qualitätscheck: Wie verlässlich ist die Prognose von CESOP-UCP?

Rechnerische Mehrheiten und Koalitionsoptionen

Keine Sperrklausel

Bei der Parlamentswahl in Portugal gibt es keine Sperrklausel.

Parlamentszusammensetzung laut CESOP-UCP

Nach den aktuellen Daten von CESOP-UCP würden voraussichtlich 9 Parteien die Sperrklausel überwinden und in das Parlament von Portugal einziehen: Partido Socialista mit 91 Abgeordneten, PSD mit 77 Abgeordneten, Bloco de Esquerda mit 14 Abgeordneten, CDU mit 14 Abgeordneten, Chega mit 12 Abgeordneten, Iniciativa Liberal mit 12 Abgeordneten, PAN mit 4 Abgeordneten, CDS–Partido Popular mit 4 Abgeordneten und LIVRE mit 2 Abgeordneten.

Das Wahlsystem für die Parlamentswahl in Portugal

Das portugiesische Parlament, die Assembleia da República, besteht aus 230 Abgeordneten, die für eine vierjährige Amtszeit gewählt werden. Das Wahlsystem ist ein Verhältniswahlrecht, bei dem das Land in 22 Wahlkreise unterteilt ist (entsprechend den Distrikten des Festlands, den autonomen Regionen Azoren und Madeira sowie zwei Auslandswahlkreisen]. Die Verteilung der Sitze erfolgt nach dem D’Hondt-Verfahren. In Portugal werden geschlossene Listen verwendet, was bedeutet, dass die Wähler eine Parteiliste wählen und keinen direkten Einfluss auf die Reihenfolge der einzelnen Kandidaten haben.

Sperrklausel und Hürden

Eine Besonderheit des portugiesischen Wahlsystems ist das Fehlen einer offiziellen gesetzlichen Sperrklausel (wie der 5%-Hürde in Deutschland] auf nationaler Ebene. Die Hürde für den Einzug in das Parlament ergibt sich faktisch aus der Größe des jeweiligen Wahlkreises und der Anzahl der dort zu vergebenden Mandate (natürliches Quorum]. In bevölkerungsreichen Wahlkreisen wie Lissabon oder Porto haben auch kleinere Parteien realistische Chancen auf ein Mandat, während in den kleineren Distrikten im Landesinneren oft nur die stärksten Kräfte zum Zuge kommen.

Regierungsbildung und Koalitionstraditionen

In Portugal ernennt der Präsident der Republik den Premierminister nach Konsultationen mit den im Parlament vertretenen Parteien und unter Berücksichtigung der Wahlergebnisse. Da absolute Mehrheiten selten sind, bilden sich oft Koalitionsregierungen oder Minderheitsregierungen. Ein bekanntes Modell ist die „Geringonça“ (eine informelle Unterstützung einer Minderheitsregierung durch linke Parteien]. Die Regierung muss kein formales Vertrauensvotum gewinnen, um ihr Amt anzutreten, kann aber durch die Ablehnung ihres Regierungsprogramms oder durch ein Misstrauensvotum des Parlaments gestürzt werden.

Quellen der Daten und Infos

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