Aktuelle Sonntagsfrage zur Wahl in Portugal (Intercampus, 17. Februar 2020)

11. Februar 2020 - 17. Februar 2020

614 Befragte

Nächste Parlamentswahl in Portugal: 2029

Die nächste Parlamentswahl in Portugal findet voraussichtlich im Jahr 2029 statt.

Aktuelle Regierung in Portugal ohne Mehrheit

Basierend auf der Projektion von Intercampus würden die amtierenden Regierungsparteien derzeit 25,7% der Parlamentssitze erhalten.

Qualitätscheck: Wie verlässlich ist die Prognose von Intercampus?

Rechnerische Mehrheiten und Koalitionsoptionen

Keine Sperrklausel

Bei der Parlamentswahl in Portugal gibt es keine Sperrklausel.

Partido Socialista + PSD
Mitte-links
65,7%
Partido Socialista + Bloco de Esquerda
Links
51,7%
Partido Socialista + CDU + PAN
Links
50,4%
Partido Socialista + CDU + Iniciativa Liberal
Links
50,0%
Partido Socialista + CDU
Links
47,4%
Partido Socialista + PAN + Iniciativa Liberal
Links
46,5%
Partido Socialista + PAN
Links
43,9%
Partido Socialista + Iniciativa Liberal
Links
43,5%

Parlamentszusammensetzung laut Intercampus

Nach den aktuellen Daten von :institute würden voraussichtlich 8 Parteien die Sperrklausel überwinden und in das Parlament von Portugal einziehen: Partido Socialista mit 94 Abgeordneten, PSD mit 57 Abgeordneten, Bloco de Esquerda mit 25 Abgeordneten, CDU mit 15 Abgeordneten, Chega mit 15 Abgeordneten, CDS–Partido Popular mit 11 Abgeordneten, PAN mit 7 Abgeordneten und Iniciativa Liberal mit 6 Abgeordneten.

Das Wahlsystem für die Parlamentswahl in Portugal

Das portugiesische Parlament, die Assembleia da República, besteht aus 230 Abgeordneten, die für eine vierjährige Amtszeit gewählt werden. Das Wahlsystem ist ein Verhältniswahlrecht, bei dem das Land in 22 Wahlkreise unterteilt ist (entsprechend den Distrikten des Festlands, den autonomen Regionen Azoren und Madeira sowie zwei Auslandswahlkreisen]. Die Verteilung der Sitze erfolgt nach dem D’Hondt-Verfahren. In Portugal werden geschlossene Listen verwendet, was bedeutet, dass die Wähler eine Parteiliste wählen und keinen direkten Einfluss auf die Reihenfolge der einzelnen Kandidaten haben.

Sperrklausel und Hürden

Eine Besonderheit des portugiesischen Wahlsystems ist das Fehlen einer offiziellen gesetzlichen Sperrklausel (wie der 5%-Hürde in Deutschland] auf nationaler Ebene. Die Hürde für den Einzug in das Parlament ergibt sich faktisch aus der Größe des jeweiligen Wahlkreises und der Anzahl der dort zu vergebenden Mandate (natürliches Quorum]. In bevölkerungsreichen Wahlkreisen wie Lissabon oder Porto haben auch kleinere Parteien realistische Chancen auf ein Mandat, während in den kleineren Distrikten im Landesinneren oft nur die stärksten Kräfte zum Zuge kommen.

Regierungsbildung und Koalitionstraditionen

In Portugal ernennt der Präsident der Republik den Premierminister nach Konsultationen mit den im Parlament vertretenen Parteien und unter Berücksichtigung der Wahlergebnisse. Da absolute Mehrheiten selten sind, bilden sich oft Koalitionsregierungen oder Minderheitsregierungen. Ein bekanntes Modell ist die „Geringonça“ (eine informelle Unterstützung einer Minderheitsregierung durch linke Parteien]. Die Regierung muss kein formales Vertrauensvotum gewinnen, um ihr Amt anzutreten, kann aber durch die Ablehnung ihres Regierungsprogramms oder durch ein Misstrauensvotum des Parlaments gestürzt werden.

Quellen der Daten und Infos

PolitPro

PolitPro bringt wissenschaftliche Daten und aktuelle Umfragewerte zusammen, um Politik für alle greifbar zu machen. Wir nutzen Datensätze aus führenden Forschungsprojekten und ergänzen sie durch eigene Recherchen, Analysen und Algorithmen. So machen wir komplexe politische Zusammenhänge für Alle verständlich und zugänglich. Unterstützt durch KI.

Fehler gefunden?

Politische Daten ändern sich täglich. Sollte dir ein Fehler auffallen, schreib uns gerne eine Email. Ein kurzer Quellenhinweis hilft uns bei der Überprüfung.