Aktuelle Sonntagsfrage zur Wahl in Portugal (Pitagórica, 5. Januar 2025)

28. Dezember 2024 - 5. Januar 2025

400 Befragte

Nächste Parlamentswahl in Portugal: 2029

Die nächste Parlamentswahl in Portugal findet voraussichtlich im Jahr 2029 statt.

Aktuelle Regierung in Portugal ohne Mehrheit

Basierend auf der Projektion von Pitagórica würden die amtierenden Regierungsparteien derzeit 35,2% der Parlamentssitze erhalten.

Wer führt laut der Umfrage von Pitagórica?

In der aktuellen Sonntagsfrage für Portugal, durchgeführt von Pitagórica, liegt Aliança Democrática mit 32,9% vorn. Dahinter folgen Partido Socialista mit 26,9%, Chega mit 16,3%, Iniciativa Liberal mit 5,7%, Bloco de Esquerda mit 4,3%, CDU mit 4%, LIVRE mit 3,1% und PAN mit 1,4%. Sonstige Parteien erreichen 5,4% der Stimmen.

Qualitätscheck: Wie verlässlich ist die Prognose von Pitagórica?

Rechnerische Mehrheiten und Koalitionsoptionen

Keine Sperrklausel

Bei der Parlamentswahl in Portugal gibt es keine Sperrklausel.

Parlamentszusammensetzung laut Pitagórica

Nach den aktuellen Daten von Pitagórica würden voraussichtlich 8 Parteien die Sperrklausel überwinden und in das Parlament von Portugal einziehen: Aliança Democrática mit 81 Abgeordneten, Partido Socialista mit 66 Abgeordneten, Chega mit 40 Abgeordneten, Iniciativa Liberal mit 14 Abgeordneten, Bloco de Esquerda mit 10 Abgeordneten, CDU mit 9 Abgeordneten, LIVRE mit 7 Abgeordneten und PAN mit 3 Abgeordneten.

Das Wahlsystem für die Parlamentswahl in Portugal

Das portugiesische Parlament, die Assembleia da República, besteht aus 230 Abgeordneten, die für eine vierjährige Amtszeit gewählt werden. Das Wahlsystem ist ein Verhältniswahlrecht, bei dem das Land in 22 Wahlkreise unterteilt ist (entsprechend den Distrikten des Festlands, den autonomen Regionen Azoren und Madeira sowie zwei Auslandswahlkreisen]. Die Verteilung der Sitze erfolgt nach dem D’Hondt-Verfahren. In Portugal werden geschlossene Listen verwendet, was bedeutet, dass die Wähler eine Parteiliste wählen und keinen direkten Einfluss auf die Reihenfolge der einzelnen Kandidaten haben.

Sperrklausel und Hürden

Eine Besonderheit des portugiesischen Wahlsystems ist das Fehlen einer offiziellen gesetzlichen Sperrklausel (wie der 5%-Hürde in Deutschland] auf nationaler Ebene. Die Hürde für den Einzug in das Parlament ergibt sich faktisch aus der Größe des jeweiligen Wahlkreises und der Anzahl der dort zu vergebenden Mandate (natürliches Quorum]. In bevölkerungsreichen Wahlkreisen wie Lissabon oder Porto haben auch kleinere Parteien realistische Chancen auf ein Mandat, während in den kleineren Distrikten im Landesinneren oft nur die stärksten Kräfte zum Zuge kommen.

Regierungsbildung und Koalitionstraditionen

In Portugal ernennt der Präsident der Republik den Premierminister nach Konsultationen mit den im Parlament vertretenen Parteien und unter Berücksichtigung der Wahlergebnisse. Da absolute Mehrheiten selten sind, bilden sich oft Koalitionsregierungen oder Minderheitsregierungen. Ein bekanntes Modell ist die „Geringonça“ (eine informelle Unterstützung einer Minderheitsregierung durch linke Parteien]. Die Regierung muss kein formales Vertrauensvotum gewinnen, um ihr Amt anzutreten, kann aber durch die Ablehnung ihres Regierungsprogramms oder durch ein Misstrauensvotum des Parlaments gestürzt werden.

Quellen der Daten und Infos

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