Aktuelle Sonntagsfrage zur Wahl in Rumänien (BCS, 30. Oktober 2020)

23. Oktober 2020 - 30. Oktober 2020

1482 Befragte

Nächste Parlamentswahl in Rumänien: 2028

Die nächste Parlamentswahl in Rumänien findet voraussichtlich im Jahr 2028 statt.

Regierungsbündnis in Rumänien behält stabile Mehrheit

Basierend auf der Projektion von BCS würden die amtierenden Regierungsparteien derzeit 86,4% der Parlamentssitze erhalten.

Wer führt laut der Umfrage von BCS?

In der aktuellen Sonntagsfrage zur Wahl in Rumänien von BCS vom 30. Oktober 2020 führt PNL mit 32,2%. Es folgen PSD mit 28,6%, USR mit 17,6%, PMP mit 7,4%, PRO România mit 5,5% und UDMR mit 4,8%. Sonstige Parteien erreichen 3,9% der Stimmen.

Qualitätscheck: Wie verlässlich ist die Prognose von BCS?

Rechnerische Mehrheiten und Koalitionsoptionen

Sperrklausel

Die Sperrklausel für die Parlamentswahl in Rumänien liegt bei 5%.

PNL + PSD
Mitte-rechts
67,0%
PNL + USR
Mitte
54,8%
PSD + USR
Mitte
50,9%
PNL + PMP + PRO România
Mitte-rechts
49,1%
PSD + PMP + PRO România
Mitte-rechts
45,2%
PNL + PMP
Mitte-rechts
43,3%

Parlamentszusammensetzung laut BCS

Nach den aktuellen Daten von BCS würden voraussichtlich 5 Parteien die Sperrklausel überwinden und in das Parlament von Rumänien einziehen: PNL mit 117 Abgeordneten, PSD mit 104 Abgeordneten, USR mit 64 Abgeordneten, PMP mit 26 Abgeordneten und PRO România mit 19 Abgeordneten.

Das Wahlsystem Rumäniens

Rumänien hat ein Zweikammersystem, bestehend aus der Abgeordnetenkammer (Camera Deputaților] und dem Senat (Senat]. Beide Kammern werden alle vier Jahre gleichzeitig nach einem Verhältniswahlrecht mit geschlossenen Listen gewählt. Eine Besonderheit in Rumänien ist die garantierte Vertretung nationaler Minderheiten: Organisationen von Minderheiten, die die Sperrklausel nicht erreichen, erhalten dennoch einen Sitz in der Abgeordnetenkammer, sofern sie landesweit eine bestimmte Stimmenzahl erreichen. Dies sichert eine breite ethnische Vielfalt im Parlament, die über 18 verschiedene Minderheitengruppen umfasst.

Sperrklausel und Hürden

Für den Einzug in beide Kammern des rumänischen Parlaments gilt eine landesweite Sperrklausel von 5% der abgegebenen Stimmen für einzelne Parteien. Für Wahlbündnisse ist die Hürde gestaffelt: Sie liegt bei 8% für Bündnisse aus zwei Parteien, 9% bei drei Parteien und 10% bei vier oder mehr Parteien. Alternativ kann eine Partei einziehen, wenn sie in mindestens vier Wahlkreisen für die Abgeordnetenkammer und in mindestens zwei Wahlkreisen für den Senat jeweils über 20% der Stimmen erreicht. Diese Regelungen sollen die Bildung stabiler Fraktionen fördern und eine zu starke Zersplitterung verhindern.

Regierungsbildung und Koalitionstraditionen

Da das Wahlsystem meist keine absolute Mehrheit für eine einzelne Partei hervorbringt, sind Koalitionsregierungen in Rumänien die Regel. Der Präsident ernennt nach Konsultationen mit den im Parlament vertretenen Parteien einen Kandidaten für das Amt des Premierministers. Dieser muss innerhalb von 10 Tagen ein Kabinett zusammenstellen und das Vertrauen beider Kammern des Parlaments in einer gemeinsamen Sitzung gewinnen. Die rumänische Politik ist oft durch dynamische und wechselhafte Koalitionsbündnisse geprägt, die für eine stabile Gesetzgebung auf eine solide Mehrheit in beiden Häusern angewiesen sind.

Quellen der Daten und Infos

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