Aktuelle Sonntagsfrage zur Wahl in Rumänien (CURS, 11. Oktober 2020)

8. Oktober 2020 - 11. Oktober 2020

800 Befragte

Nächste Parlamentswahl in Rumänien im Jahr: 2028

Die nächste Parlamentswahl in Rumänien im Jahr findet voraussichtlich im Jahr 2028 statt.

Regierungsbündnis in Rumänien behält stabile Mehrheit

Basierend auf der Projektion von CURS würden die amtierenden Regierungsparteien derzeit 87,3% der Parlamentssitze erhalten.

Wer führt laut der Umfrage von CURS?

In der aktuellen Sonntagsfrage zur Wahl in Rumänien von CURS vom 11. Oktober 2020 führt PNL mit 32%. Es folgen PSD mit 31%, USR mit 12%, PMP mit 6%, PRO România mit 6%, UDMR mit 5% und ALDE mit 3%. Sonstige Parteien erreichen 5% der Stimmen.

Qualitätscheck: Wie verlässlich ist die Prognose von CURS?

Rechnerische Mehrheiten und Koalitionsoptionen

Sperrklausel

Die Sperrklausel für die Parlamentswahl in Rumänien liegt bei 5%.

PSD + PNL
Mitte-rechts
64,2%
PSD + USR
Mitte-rechts
56,4%
PNL + AUR + USR
Mitte-rechts
52,7%
PSD + UDMR
Mitte-rechts
47,3%
PNL + AUR + UDMR
Mitte-rechts
43,6%

Parlamentszusammensetzung laut Avangarde

Nach den aktuellen Daten von Avangarde würden voraussichtlich 5 Parteien die Sperrklausel überwinden und in das Parlament von Rumänien einziehen: PSD mit 138 Abgeordneten, PNL mit 74 Abgeordneten, AUR mit 52 Abgeordneten, USR mit 48 Abgeordneten und UDMR mit 18 Abgeordneten.

Das Wahlsystem Rumäniens

Rumänien hat ein Zweikammersystem, bestehend aus der Abgeordnetenkammer (Camera Deputaților] und dem Senat (Senat]. Beide Kammern werden alle vier Jahre gleichzeitig nach einem Verhältniswahlrecht mit geschlossenen Listen gewählt. Eine Besonderheit in Rumänien ist die garantierte Vertretung nationaler Minderheiten: Organisationen von Minderheiten, die die Sperrklausel nicht erreichen, erhalten dennoch einen Sitz in der Abgeordnetenkammer, sofern sie landesweit eine bestimmte Stimmenzahl erreichen. Dies sichert eine breite ethnische Vielfalt im Parlament, die über 18 verschiedene Minderheitengruppen umfasst.

Sperrklausel und Hürden

Für den Einzug in beide Kammern des rumänischen Parlaments gilt eine landesweite Sperrklausel von 5% der abgegebenen Stimmen für einzelne Parteien. Für Wahlbündnisse ist die Hürde gestaffelt: Sie liegt bei 8% für Bündnisse aus zwei Parteien, 9% bei drei Parteien und 10% bei vier oder mehr Parteien. Alternativ kann eine Partei einziehen, wenn sie in mindestens vier Wahlkreisen für die Abgeordnetenkammer und in mindestens zwei Wahlkreisen für den Senat jeweils über 20% der Stimmen erreicht. Diese Regelungen sollen die Bildung stabiler Fraktionen fördern und eine zu starke Zersplitterung verhindern.

Regierungsbildung und Koalitionstraditionen

Da das Wahlsystem meist keine absolute Mehrheit für eine einzelne Partei hervorbringt, sind Koalitionsregierungen in Rumänien die Regel. Der Präsident ernennt nach Konsultationen mit den im Parlament vertretenen Parteien einen Kandidaten für das Amt des Premierministers. Dieser muss innerhalb von 10 Tagen ein Kabinett zusammenstellen und das Vertrauen beider Kammern des Parlaments in einer gemeinsamen Sitzung gewinnen. Die rumänische Politik ist oft durch dynamische und wechselhafte Koalitionsbündnisse geprägt, die für eine stabile Gesetzgebung auf eine solide Mehrheit in beiden Häusern angewiesen sind.

Quellen der Daten und Infos

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