Aktuelle Sonntagsfrage zur Reichstagswahl in Schweden (Demoskop, 5. September 2023)

21. August 2023 - 5. September 2023

2462 Befragte

Nächste Parlamentswahl in Schweden: 13. September 2026

Die nächste Parlamentswahl in Schweden findet in 189 Tagen statt.

Aktuelle schwedische Regierung ohne Mehrheit

Basierend auf der Projektion von Demoskop würden die amtierenden Regierungsparteien derzeit 45,0% der Parlamentssitze erhalten.

Wer führt laut der Umfrage von Demoskop?

In der aktuellen Sonntagsfrage zur Wahl in Schweden von Demoskop vom 5. September 2023 führt Socialdemokraterna mit 36,9%. Es folgen Moderaterna mit 20,9%, Sverigedemokraterna mit 19%, Vänsterpartiet mit 7,2%, Centerpartiet mit 4,3%, Kristdemokraterna mit 3,7%, Miljöpartiet mit 3,1% und Liberalerna mit 2,6%. Sonstige Parteien erreichen 2,3% der Stimmen.

Qualitätscheck: Wie verlässlich ist die Prognose von Demoskop?

Rechnerische Mehrheiten und Koalitionsoptionen

Sperrklausel

Die Sperrklausel zur Wahl in Schweden liegt bei 4%.

Socialdemokraterna + Moderaterna
Mitte
61,0%
Socialdemokraterna + Vänsterpartiet + Centerpartiet
Mitte-links
52,7%
Socialdemokraterna + Vänsterpartiet + Miljöpartiet
Mitte-links
52,4%
Socialdemokraterna + Centerpartiet + Miljöpartiet
Mitte-links
48,7%
Socialdemokraterna + Vänsterpartiet
Mitte-links
47,9%
Moderaterna + Sverigedemokraterna + Centerpartiet
Rechts
47,6%
Socialdemokraterna + Centerpartiet
Mitte
44,1%
Socialdemokraterna + Miljöpartiet
Mitte-links
43,8%

Parlamentszusammensetzung laut Kantar Public

Nach den aktuellen Daten von Kantar Public würden voraussichtlich 6 Parteien die Sperrklausel überwinden und in den schwedischen Reichstag einziehen: Socialdemokraterna mit 137 Abgeordneten, Moderaterna mit 76 Abgeordneten, Sverigedemokraterna mit 73 Abgeordneten, Vänsterpartiet mit 30 Abgeordneten, Centerpartiet mit 17 Abgeordneten und Miljöpartiet mit 16 Abgeordneten.

Das Wahlsystem in Schweden

Das schwedische Parlament, der Riksdag, besteht aus 349 Abgeordneten, die alle vier Jahre gewählt werden. Das Wahlsystem ist ein Verhältniswahlrecht, bei dem 310 Sitze als feste Mandate in 29 Wahlkreisen vergeben werden. Um sicherzustellen, dass die Sitzverteilung im Parlament dem landesweiten Stimmenanteil der Parteien so genau wie möglich entspricht, werden die restlichen 39 Sitze als Ausgleichsmandate (utjämningsmandat] verteilt. Dieses System garantiert eine hohe Proportionalität und stellt sicher, dass fast jede Stimme einen direkten Einfluss auf die Zusammensetzung des Riksdag hat.

Sperrklausel und Hürden

Für den Einzug in den schwedischen Riksdag gilt eine landesweite Sperrklausel von 4%. Parteien müssen diese Hürde überspringen, um an der Verteilung der Mandate teilzunehmen. Es gibt jedoch eine wichtige Ausnahme: Wenn eine Partei in einem einzelnen Wahlkreis mindestens 12% der Stimmen erreicht, kann sie dort ein Direktmandat gewinnen, selbst wenn sie landesweit unter 4% bleibt. In der politischen Praxis ist die 4-Prozent-Hürde oft entscheidend für die Regierungsbildung, da das Scheitern kleinerer Partner das gesamte Machtgefüge zwischen dem linken und dem bürgerlichen Block verschieben kann.

Regierungsbildung und Koalitionstraditionen

Schweden wendet das Prinzip des „negativen Parlamentarismus“ an. Ein Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten (Statsminister] ist gewählt, solange keine absolute Mehrheit der Abgeordneten (mindestens 175] gegen ihn stimmt. Eine aktive Ja-Stimmen-Mehrheit ist also nicht zwingend erforderlich. Dies führt in Schweden häufig zur Bildung von Minderheitsregierungen, die sich auf informelle Abkommen oder Unterstützungsparteien im Parlament stützen. Die Regierungsbildung erfordert daher oft intensives Verhandlungsgeschick, um sicherzustellen, dass eine Regierung bei wichtigen Abstimmungen wie dem Haushalt nicht blockiert wird.

Quellen der Daten und Infos

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