Aktuelle Sonntagsfrage zur Reichstagswahl in Schweden (Indikator Opinion, 25. Oktober 2023)

3. Oktober 2023 - 25. Oktober 2023

2315 Befragte

Nächste Parlamentswahl in Schweden: 13. September 2026

Die nächste Parlamentswahl in Schweden findet in 209 Tagen statt.

Aktuelle schwedische Regierung ohne Mehrheit

Basierend auf der Projektion von Indikator Opinion würden die amtierenden Regierungsparteien derzeit 41,0% der Parlamentssitze erhalten.

Wer führt laut der Umfrage von Indikator Opinion?

In der aktuellen Sonntagsfrage zur Wahl in Schweden von Indikator Opinion vom 25. Oktober 2023 führt Socialdemokraterna mit 37,9%. Es folgen Sverigedemokraterna mit 22%, Moderaterna mit 16,1%, Vänsterpartiet mit 8,1%, Miljöpartiet mit 4,8%, Centerpartiet mit 4,1%, Kristdemokraterna mit 2,9% und Liberalerna mit 2,3%. Sonstige Parteien erreichen 1,8% der Stimmen.

Qualitätscheck: Wie verlässlich ist die Prognose von Indikator Opinion?

Rechnerische Mehrheiten und Koalitionsoptionen

Sperrklausel

Die Sperrklausel zur Wahl in Schweden liegt bei 4%.

Socialdemokraterna + Moderaterna
Mitte
58,2%
Socialdemokraterna + Vänsterpartiet + Miljöpartiet
Mitte-links
54,7%
Socialdemokraterna + Vänsterpartiet + Centerpartiet
Mitte-links
53,9%
Socialdemokraterna + Miljöpartiet + Centerpartiet
Mitte-links
50,4%
Socialdemokraterna + Vänsterpartiet
Mitte-links
49,6%
Socialdemokraterna + Miljöpartiet
Mitte-links
46,1%
Socialdemokraterna + Centerpartiet
Mitte
45,3%
Sverigedemokraterna + Moderaterna + Centerpartiet
Rechts
45,3%

Parlamentszusammensetzung laut Indikator Opinion

Nach den aktuellen Daten von Indikator Opinion würden voraussichtlich 6 Parteien die Sperrklausel überwinden und in den schwedischen Reichstag einziehen: Socialdemokraterna mit 143 Abgeordneten, Sverigedemokraterna mit 83 Abgeordneten, Moderaterna mit 60 Abgeordneten, Vänsterpartiet mit 30 Abgeordneten, Miljöpartiet mit 18 Abgeordneten und Centerpartiet mit 15 Abgeordneten.

Das Wahlsystem in Schweden

Das schwedische Parlament, der Riksdag, besteht aus 349 Abgeordneten, die alle vier Jahre gewählt werden. Das Wahlsystem ist ein Verhältniswahlrecht, bei dem 310 Sitze als feste Mandate in 29 Wahlkreisen vergeben werden. Um sicherzustellen, dass die Sitzverteilung im Parlament dem landesweiten Stimmenanteil der Parteien so genau wie möglich entspricht, werden die restlichen 39 Sitze als Ausgleichsmandate (utjämningsmandat] verteilt. Dieses System garantiert eine hohe Proportionalität und stellt sicher, dass fast jede Stimme einen direkten Einfluss auf die Zusammensetzung des Riksdag hat.

Sperrklausel und Hürden

Für den Einzug in den schwedischen Riksdag gilt eine landesweite Sperrklausel von 4%. Parteien müssen diese Hürde überspringen, um an der Verteilung der Mandate teilzunehmen. Es gibt jedoch eine wichtige Ausnahme: Wenn eine Partei in einem einzelnen Wahlkreis mindestens 12% der Stimmen erreicht, kann sie dort ein Direktmandat gewinnen, selbst wenn sie landesweit unter 4% bleibt. In der politischen Praxis ist die 4-Prozent-Hürde oft entscheidend für die Regierungsbildung, da das Scheitern kleinerer Partner das gesamte Machtgefüge zwischen dem linken und dem bürgerlichen Block verschieben kann.

Regierungsbildung und Koalitionstraditionen

Schweden wendet das Prinzip des „negativen Parlamentarismus“ an. Ein Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten (Statsminister] ist gewählt, solange keine absolute Mehrheit der Abgeordneten (mindestens 175] gegen ihn stimmt. Eine aktive Ja-Stimmen-Mehrheit ist also nicht zwingend erforderlich. Dies führt in Schweden häufig zur Bildung von Minderheitsregierungen, die sich auf informelle Abkommen oder Unterstützungsparteien im Parlament stützen. Die Regierungsbildung erfordert daher oft intensives Verhandlungsgeschick, um sicherzustellen, dass eine Regierung bei wichtigen Abstimmungen wie dem Haushalt nicht blockiert wird.

Quellen der Daten und Infos

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