Aktuelle Sonntagsfrage zur Reichstagswahl in Schweden (Inizio, 29. April 2019)

22. April 2019 - 29. April 2019

2111 Befragte

Nächste Reichstagswahl in Schweden: 13. September 2026

Die nächste Reichstagswahl in Schweden findet in 120 Tagen statt.

Schwedisches Regierungsbündnis behält stabile Mehrheit

Basierend auf der Projektion von Inizio würden die amtierenden Regierungsparteien derzeit 53,0% der Parlamentssitze erhalten.

Wer führt laut der Umfrage von Inizio?

In der Sonntagsfrage für Schweden des Instituts Inizio liegt Socialdemokraterna mit 25,6% in Führung. Es folgen Sverigedemokraterna mit 18,6%, Moderaterna mit 15,7%, Kristdemokraterna mit 11,4%, Vänsterpartiet mit 9,5%, Centerpartiet mit 9,3% und Liberalerna mit 4,2%. Sonstige Parteien erreichen 5,7% der Stimmen.

Qualitätscheck: Wie verlässlich ist die Prognose von Inizio?

Rechnerische Mehrheiten und Koalitionsoptionen

Sperrklausel

Die Sperrklausel zur Wahl in Schweden liegt bei 4%.

Sverigedemokraterna + Moderaterna + Kristdemokraterna + Centerpartiet
Mitte-rechts
58,5%
Socialdemokraterna + Moderaterna + Kristdemokraterna
Mitte-rechts
55,6%
Socialdemokraterna + Moderaterna + Centerpartiet
Mitte
53,6%
Socialdemokraterna + Kristdemokraterna + Centerpartiet + Liberalerna
Mitte
53,6%
Sverigedemokraterna + Moderaterna + Kristdemokraterna + Liberalerna
Rechts
53,0%
Sverigedemokraterna + Moderaterna + Centerpartiet + Liberalerna
Mitte-rechts
51,0%
Socialdemokraterna + Kristdemokraterna + Centerpartiet
Mitte
49,0%
Sverigedemokraterna + Moderaterna + Kristdemokraterna
Rechts
48,4%

Parlamentszusammensetzung laut Inizio

Nach den aktuellen Daten von Inizio würden voraussichtlich 7 Parteien die Sperrklausel überwinden und in den schwedischen Reichstag einziehen: Socialdemokraterna mit 94 Abgeordneten, Sverigedemokraterna mit 69 Abgeordneten, Moderaterna mit 58 Abgeordneten, Kristdemokraterna mit 42 Abgeordneten, Vänsterpartiet mit 35 Abgeordneten, Centerpartiet mit 35 Abgeordneten und Liberalerna mit 16 Abgeordneten.

Das Wahlsystem in Schweden

Das schwedische Parlament, der Riksdag, besteht aus 349 Abgeordneten, die alle vier Jahre gewählt werden. Das Wahlsystem ist ein Verhältniswahlrecht, bei dem 310 Sitze als feste Mandate in 29 Wahlkreisen vergeben werden. Um sicherzustellen, dass die Sitzverteilung im Parlament dem landesweiten Stimmenanteil der Parteien so genau wie möglich entspricht, werden die restlichen 39 Sitze als Ausgleichsmandate (utjämningsmandat] verteilt. Dieses System garantiert eine hohe Proportionalität und stellt sicher, dass fast jede Stimme einen direkten Einfluss auf die Zusammensetzung des Riksdag hat.

Sperrklausel und Hürden

Für den Einzug in den schwedischen Riksdag gilt eine landesweite Sperrklausel von 4%. Parteien müssen diese Hürde überspringen, um an der Verteilung der Mandate teilzunehmen. Es gibt jedoch eine wichtige Ausnahme: Wenn eine Partei in einem einzelnen Wahlkreis mindestens 12% der Stimmen erreicht, kann sie dort ein Direktmandat gewinnen, selbst wenn sie landesweit unter 4% bleibt. In der politischen Praxis ist die 4-Prozent-Hürde oft entscheidend für die Regierungsbildung, da das Scheitern kleinerer Partner das gesamte Machtgefüge zwischen dem linken und dem bürgerlichen Block verschieben kann.

Regierungsbildung und Koalitionstraditionen

Schweden wendet das Prinzip des „negativen Parlamentarismus“ an. Ein Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten (Statsminister] ist gewählt, solange keine absolute Mehrheit der Abgeordneten (mindestens 175] gegen ihn stimmt. Eine aktive Ja-Stimmen-Mehrheit ist also nicht zwingend erforderlich. Dies führt in Schweden häufig zur Bildung von Minderheitsregierungen, die sich auf informelle Abkommen oder Unterstützungsparteien im Parlament stützen. Die Regierungsbildung erfordert daher oft intensives Verhandlungsgeschick, um sicherzustellen, dass eine Regierung bei wichtigen Abstimmungen wie dem Haushalt nicht blockiert wird.

Quellen der Daten und Infos

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