Aktuelle Sonntagsfrage zur Nationalratswahl in der Slowakei (FOCUS, 26. Februar 2019)

21. Februar 2019 - 26. Februar 2019

1022 Befragte

Nächste Parlamentswahl in der Slowakei: 2027

Die nächste Parlamentswahl in der Slowakei findet voraussichtlich im Jahr 2027 statt.

Aktuelle Regierung in der Slowakei ohne Mehrheit

Basierend auf der Projektion von FOCUS würden die amtierenden Regierungsparteien derzeit 31,3% der Parlamentssitze erhalten.

Wer führt laut der Umfrage von FOCUS?

In der Sonntagsfrage für die Slowakei von FOCUS führt SMER mit 21,2%. Es folgen ĽSNS mit 11,7%, SaS mit 11,2%, PS–SPOLU mit 9,5%, Sme Rodina mit 9,5%, OĽaNO mit 8,4%, SNS mit 7,5%, KDH mit 6,5%, Modrí, Most–Híd mit 5,4% und SMK–MKP mit 3,1%. Sonstige Parteien erreichen 6% der Stimmen.

Qualitätscheck: Wie verlässlich ist die Prognose von FOCUS?

Rechnerische Mehrheiten und Koalitionsoptionen

Sperrklausel

Die Sperrklausel zur Nationalratswahl in Slowakei liegt bei 5%.

SMER + SaS + OĽaNO + KDH
Mitte-rechts
52,0%
SMER + SaS + OĽaNO + Modrí, Most–Híd
Mitte-rechts
50,7%
SaS + Sme Rodina + OĽaNO + SNS + KDH
Mitte-rechts
47,3%
SaS + Sme Rodina + OĽaNO + SNS + Modrí, Most–Híd
Mitte-rechts
46,0%
SMER + SaS + OĽaNO
Mitte-rechts
44,7%
SMER + SaS + KDH
Mitte-rechts
42,7%

Parlamentszusammensetzung laut FOCUS

Nach den aktuellen Daten von FOCUS würden voraussichtlich 9 Parteien die Sperrklausel überwinden und in den Nationalrat der Slowakei einziehen: SMER mit 35 Abgeordneten, ĽSNS mit 19 Abgeordneten, SaS mit 18 Abgeordneten, PS–SPOLU mit 16 Abgeordneten, Sme Rodina mit 16 Abgeordneten, OĽaNO mit 14 Abgeordneten, SNS mit 12 Abgeordneten, KDH mit 11 Abgeordneten und Modrí, Most–Híd mit 9 Abgeordneten.

Das Wahlsystem in Slowakei

Der Nationalrat der Slowakischen Republik (Národná rada] besteht aus 150 Abgeordneten, die für eine vierjährige Amtszeit gewählt werden. Das Wahlsystem ist ein reines Verhältniswahlrecht mit offenen Listen, wobei das gesamte Staatsgebiet einen einzigen Wahlkreis bildet. Wähler geben ihre Stimme für eine Parteiliste ab, können aber durch bis zu vier Vorzugsstimmen (Präferenzstimmen] Einfluss auf die Reihenfolge der Kandidaten nehmen. Erreicht ein Kandidat eine bestimmte Anzahl an Vorzugsstimmen, rückt er in der Liste nach oben, was den Wählern eine direkte personelle Mitgestaltung ermöglicht.

Sperrklausel und Hürden

Um in den Nationalrat einzuziehen, gelten in der Slowakei unterschiedliche Sperrklauseln. Einzelne Parteien müssen landesweit mindestens 5% der Stimmen erreichen. Für Koalitionen aus zwei oder drei Parteien liegt die Hürde bei 7%, und für Bündnisse aus vier oder mehr Parteien bei 10%. Diese Regelung soll eine zu starke Zersplitterung des Parlaments durch kleine Ad-hoc-Bündnisse verhindern. Stimmen für Parteien, die diese Hürden nicht überspringen, verfallen bei der Mandatsverteilung, was die Bildung stabiler parlamentarischer Fraktionen begünstigt.

Regierungsbildung und Koalitionstraditionen

Da das Wahlsystem meist dazu führt, dass keine Partei die absolute Mehrheit der 150 Sitze erreicht, sind Koalitionsregierungen in der Slowakei die Regel. Nach der Wahl beauftragt der Präsident der Republik meist den Führer der stärksten Partei mit der Regierungsbildung. Die neue Regierung muss innerhalb von 30 Tagen nach ihrer Ernennung dem Nationalrat ihr Programm vorlegen und ein Vertrauensvotum gewinnen. Die politische Landschaft ist oft durch dynamische Bündnisse geprägt, wobei die Verhandlungen meist intensive Kompromisse in der Wirtschafts- und Sozialpolitik erfordern.

Quellen der Daten und Infos

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