Aktuelle Sonntagsfrage zur Parlamentswahl in Slowenien (Mediana, 27. Juli 2020)

27. Juli 2020

717 Befragte

Nächste Parlamentswahl in Slowenien: 2030

Die nächste Parlamentswahl in Slowenien findet voraussichtlich im Jahr 2030 statt.

Aktuelle Regierung in Slowenien ohne Mehrheit

Basierend auf der Projektion von Mediana würden die amtierenden Regierungsparteien derzeit 43,3% der Parlamentssitze erhalten.

Wer führt laut der Umfrage von Mediana?

In der Sonntagsfrage für Slowenien, durchgeführt von Mediana, liegt SDS mit 26,5% in Führung. Es folgen: SD mit 18,8%, Levica mit 14,2%, LMŠ mit 12,3%, NSi mit 5,8%, Stranka Bratušek mit 3,7%, DeSUS mit 3,5%, SLS mit 3,5%, SNS mit 3,2%, Pirati mit 2,3% und SMC mit 0,6%. Sonstige Parteien erreichen 5,6% der Stimmen.

Qualitätscheck: Wie verlässlich ist die Prognose von Mediana?

65

PolitPro Score

Mediana erreicht im PolitPro Score 65 von 100 Punkten.

1,7

Genauigkeit bei Wahlen

Im Schnitt weichen die Umfragewerte von Mediana zwischen Vorwahlumfrage und Wahlergebnis um 1,7 Prozentpunkte ab.

Rechnerische Mehrheiten und Koalitionsoptionen

Sperrklausel

Die Sperrklausel zur Wahl in Slowenien liegt bei 4%.

SD + Levica + LMŠ
Links
58,9%
SDS + Levica
Mitte-rechts
53,3%
SD + LMŠ + NSi
Mitte-links
46,7%
SD + Levica
Links
43,3%

Parlamentszusammensetzung laut Mediana

Nach den aktuellen Daten von Mediana würden voraussichtlich 5 Parteien die Sperrklausel überwinden und in den slowenischen Nationalrat einziehen: SDS mit 31 Abgeordneten, SD mit 22 Abgeordneten, Levica mit 17 Abgeordneten, LMŠ mit 14 Abgeordneten und NSi mit 6 Abgeordneten.

Das Wahlsystem in Slowenien

Die slowenische Staatsversammlung (Državni zbor] besteht aus 90 Abgeordneten, die für vier Jahre gewählt werden. Das Wahlsystem ist ein zweistufiges Verhältniswahlrecht: 88 Sitze werden in acht Wahlkreisen vergeben, die jeweils in elf Wahlbezirke unterteilt sind. Wähler stimmen für einen Kandidaten in ihrem Bezirk, was gleichzeitig als Stimme für dessen Partei zählt. Die Sitzverteilung erfolgt zuerst auf Wahlkreisebene nach der Droop-Quote und anschließend auf nationaler Ebene nach dem D’Hondt-Verfahren, um die Proportionalität auszugleichen. Zwei Sitze sind fest für die italienische und ungarische Minderheit reserviert, die nach dem Borda-Wahlsystem (Rangfolge-Verfahren] gewählt werden.

Sperrklausel und Hürden

Für den Einzug in die Staatsversammlung gilt in Slowenien eine landesweite Sperrklausel von 4%. Parteien müssen diesen Anteil der landesweit abgegebenen Stimmen erreichen, um an der Verteilung der 88 Proportionalmandate teilzunehmen. Diese Hürde dient der Stabilität des oft fragmentierten Parteiensystems und verhindert, dass zu viele Kleinstparteien die Regierungsbildung erschweren. Die beiden Abgeordneten der nationalen Minderheiten sind von dieser Hürde befreit, da sie in eigenen, separaten Wahlgängen bestimmt werden.

Regierungsbildung und Koalitionstraditionen

Da das Wahlsystem meist zu einem Parlament mit vielen Parteien führt, sind Koalitionsregierungen in Slowenien unumgänglich. Nach der Wahl schlägt der Präsident der Republik der Staatsversammlung einen Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten vor. Die Wahl erfolgt in geheimer Abstimmung und erfordert die absolute Mehrheit der Abgeordneten (46 von 90 Stimmen]. In der slowenischen Politik ist es üblich, dass neue, oft kurz vor der Wahl gegründete Parteien („New Faces“] sofort große Wahlerfolge erzielen und eine zentrale Rolle bei der Regierungsbildung spielen, was zu einer hohen Dynamik in der politischen Landschaft führt.

Quellen der Daten und Infos

PolitPro

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