Aktuelle Sonntagsfrage zur Parlamentswahl in Spanien (Metroscopia, 17. September 2020)

17. September 2020

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Nächste Parlamentswahl in Spanien: 2027

Die nächste Parlamentswahl in Spanien findet voraussichtlich im Jahr 2027 statt.

Aktuelle Regierung in Spanien ohne Mehrheit

Basierend auf der Projektion von Metroscopia würden die amtierenden Regierungsparteien derzeit 34,3% der Parlamentssitze erhalten.

Wer führt laut der Umfrage von Metroscopia?

Laut der aktuellen Sonntagsfrage zur Wahl in Spanien von Metroscopia vom 17. September 2020 liegt PSOE mit 28,3% vorn. Dahinter platzieren sich Partido Popular mit 21%, Vox mit 17,5%, Unidos Podemos mit 10,2%, Ciudadanos mit 5,7% und ERC mit 2,7%. Sonstige Parteien erreichen 14,6% der Stimmen.

Qualitätscheck: Wie verlässlich ist die Prognose von Metroscopia?

Rechnerische Mehrheiten und Koalitionsoptionen

Sperrklausel

Die Sperrklausel für den Einzug ins spanische Parlament liegt bei 3%.

PSOE + Partido Popular
Mitte
59,7%
Partido Popular + Vox + Ciudadanos
Rechts
53,4%
Partido Popular + Vox
Rechts
46,6%
PSOE + Unidos Podemos
Links
46,6%

Parlamentszusammensetzung laut Metroscopia

Nach den aktuellen Daten von Metroscopia würden voraussichtlich 5 Parteien die Sperrklausel überwinden und in das spanische Parlament (Cortes Generales) einziehen: PSOE mit 120 Abgeordneten, Partido Popular mit 89 Abgeordneten, Vox mit 74 Abgeordneten, Unidos Podemos mit 43 Abgeordneten und Ciudadanos mit 24 Abgeordneten.

Das spanische Wahlsystem und seine Besonderheiten

Das spanische Parlament (Cortes Generales] besteht aus zwei Kammern: dem Abgeordnetenhaus (Congreso de los Diputados] und dem Senat (Senado]. Das Abgeordnetenhaus hat 350 Mitglieder, die nach einem Verhältniswahlrecht mit geschlossenen Listen gewählt werden. Das Land ist in 52 Wahlkreise unterteilt (entsprechend den Provinzen sowie den Städten Ceuta und Melilla]. Die Sitzverteilung erfolgt nach dem D’Hondt-Verfahren. Da viele Provinzen nur wenige Abgeordnete entsenden, wirkt das System in der Praxis oft eher wie ein Mehrheitswahlrecht, das große landesweite Parteien und starke Regionalparteien bevorzugt.

Sperrklausel und Hürden

Für den Einzug in das spanische Abgeordnetenhaus gilt eine Sperrklausel von 3%. Diese Hürde wird jedoch nicht landesweit, sondern auf Ebene des jeweiligen Wahlkreises angewendet. In der Praxis spielt diese 3%-Hürde in den meisten Provinzen kaum eine Rolle, da dort aufgrund der geringen Anzahl an zu vergebenden Sitzen faktisch ein viel höherer Stimmenanteil (oft über 10% oder 15%] notwendig ist, um überhaupt ein Mandat zu erringen. Nur in den großen Wahlkreisen wie Madrid oder Barcelona hat die 3%-Klausel eine tatsächliche Bedeutung für kleinere Parteien.

Regierungsbildung und Koalitionstraditionen

Die Regierungsbildung in Spanien erfordert das Vertrauen des Abgeordnetenhauses. Der König schlägt nach Konsultationen mit den Parteiführern einen Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten (Presidente del Gobierno] vor. Im ersten Wahlgang benötigt der Kandidat die absolute Mehrheit (176 Stimmen]. Wird diese verfehlt, reicht 48 Stunden später eine einfache Mehrheit (mehr Ja- als Nein-Stimmen]. Lange Zeit dominierten Einparteienregierungen, doch seit 2015 hat sich Spanien zu einem Mehrparteiensystem entwickelt, das komplexe Koalitionen oder Minderheitsregierungen mit wechselnden parlamentarischen Unterstützern erfordert.

Quellen der Daten und Infos

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