Aktuelle Sonntagsfrage zur Parlamentswahl in Spanien (Simple Lógica, 5. April 2019)

1. April 2019 - 5. April 2019

1054 Befragte

Nächste Parlamentswahl in Spanien: 2027

Die nächste Parlamentswahl in Spanien findet voraussichtlich im Jahr 2027 statt.

Mehrheit für die Regierung in Spanien aktuell unsicher

Basierend auf der Projektion von Simple Lógica würden die amtierenden Regierungsparteien derzeit 52,0% der Parlamentssitze erhalten.

Wer führt laut der Umfrage von Simple Lógica?

In der Sonntagsfrage in Spanien führt laut Simple Lógica PSOE mit 30,5%. Dahinter folgen Partido Popular mit 16,7%, Ciudadanos mit 15,5%, Unidos Podemos mit 14,4% und Vox mit 9,8%. Sonstige Parteien erreichen 13,1% der Stimmen.

Qualitätscheck: Wie verlässlich ist die Prognose von Simple Lógica?

Rechnerische Mehrheiten und Koalitionsoptionen

Sperrklausel

Die Sperrklausel für den Einzug ins spanische Parlament liegt bei 3%.

PSOE + Partido Popular
Mitte-links
54,6%
PSOE + Ciudadanos
Mitte-links
53,1%
PSOE + Unidos Podemos
Links
52,0%
Partido Popular + Ciudadanos + Vox
Mitte-rechts
48,0%

Parlamentszusammensetzung laut Simple Lógica

Nach den aktuellen Daten von Simple Lógica würden voraussichtlich 5 Parteien die Sperrklausel überwinden und in das spanische Parlament (Cortes Generales) einziehen: PSOE mit 124 Abgeordneten, Partido Popular mit 67 Abgeordneten, Ciudadanos mit 62 Abgeordneten, Unidos Podemos mit 58 Abgeordneten und Vox mit 39 Abgeordneten.

Das spanische Wahlsystem und seine Besonderheiten

Das spanische Parlament (Cortes Generales] besteht aus zwei Kammern: dem Abgeordnetenhaus (Congreso de los Diputados] und dem Senat (Senado]. Das Abgeordnetenhaus hat 350 Mitglieder, die nach einem Verhältniswahlrecht mit geschlossenen Listen gewählt werden. Das Land ist in 52 Wahlkreise unterteilt (entsprechend den Provinzen sowie den Städten Ceuta und Melilla]. Die Sitzverteilung erfolgt nach dem D’Hondt-Verfahren. Da viele Provinzen nur wenige Abgeordnete entsenden, wirkt das System in der Praxis oft eher wie ein Mehrheitswahlrecht, das große landesweite Parteien und starke Regionalparteien bevorzugt.

Sperrklausel und Hürden

Für den Einzug in das spanische Abgeordnetenhaus gilt eine Sperrklausel von 3%. Diese Hürde wird jedoch nicht landesweit, sondern auf Ebene des jeweiligen Wahlkreises angewendet. In der Praxis spielt diese 3%-Hürde in den meisten Provinzen kaum eine Rolle, da dort aufgrund der geringen Anzahl an zu vergebenden Sitzen faktisch ein viel höherer Stimmenanteil (oft über 10% oder 15%] notwendig ist, um überhaupt ein Mandat zu erringen. Nur in den großen Wahlkreisen wie Madrid oder Barcelona hat die 3%-Klausel eine tatsächliche Bedeutung für kleinere Parteien.

Regierungsbildung und Koalitionstraditionen

Die Regierungsbildung in Spanien erfordert das Vertrauen des Abgeordnetenhauses. Der König schlägt nach Konsultationen mit den Parteiführern einen Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten (Presidente del Gobierno] vor. Im ersten Wahlgang benötigt der Kandidat die absolute Mehrheit (176 Stimmen]. Wird diese verfehlt, reicht 48 Stunden später eine einfache Mehrheit (mehr Ja- als Nein-Stimmen]. Lange Zeit dominierten Einparteienregierungen, doch seit 2015 hat sich Spanien zu einem Mehrparteiensystem entwickelt, das komplexe Koalitionen oder Minderheitsregierungen mit wechselnden parlamentarischen Unterstützern erfordert.

Quellen der Daten und Infos

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