Aktuelle Sonntagsfrage zur Parlamentswahl in Ungarn (21 Kutatóközpont, 28. November 2025)

21. November 2025 - 28. November 2025

1500 Befragte

Nächste Parlamentswahl in Ungarn: 12. April 2026

Die nächste Parlamentswahl in Ungarn findet in 51 Tagen statt.

Aktuelle Regierung in Ungarn ohne Mehrheit

Basierend auf der Projektion von 21 Kutatóközpont würden die amtierenden Regierungsparteien derzeit 39,7% der Parlamentssitze erhalten.

Wer führt laut der Umfrage von 21 Kutatóközpont?

Die jüngste Sonntagsfrage von 21 Kutatóközpont vom 28. November 2025 zur Wahl in Ungarn zeigt: TISZA führt mit 50%. Dahinter positionieren sich Fidesz/KDNP mit 37%, Mi Hazánk mit 6%, Demokratikus Koalíció mit 4% und Magyar Kétfarkú Kutya Párt mit 3%.

Qualitätscheck: Wie verlässlich ist die Prognose von 21 Kutatóközpont?

Rechnerische Mehrheiten und Koalitionsoptionen

Sperrklausel

Die Sperrklausel zur Wahl in Ungarn liegt bei 5%.

TISZA
Mitte
53,8%
Fidesz/KDNP + Mi Hazánk
Rechts
46,2%

Parlamentszusammensetzung laut 21 Kutatóközpont

Nach den aktuellen Daten von 21 Kutatóközpont würden voraussichtlich 3 Parteien die Sperrklausel überwinden und in das ungarische Parlament einziehen: TISZA mit 107 Abgeordneten, Fidesz/KDNP mit 79 Abgeordneten und Mi Hazánk mit 13 Abgeordneten.

Das Wahlsystem in Ungarn

Das ungarische Parlament (Országgyűlés] besteht aus 199 Abgeordneten, die in einem kombinierten System aus Mehrheits- und Verhältniswahl gewählt werden. 106 Abgeordnete werden direkt in Einzelwahlkreisen nach dem Mehrheitsprinzip bestimmt. Die restlichen 93 Sitze werden über nationale Parteilisten nach dem Verhältniswahlrecht vergeben. Eine Besonderheit ist das System der „Bruchstimmen“: Stimmen, die im Wahlkreis nicht zur Wahl des Siegers beigetragen haben, sowie überschüssige Stimmen des Siegers werden der nationalen Liste der jeweiligen Partei zugerechnet, was die stärksten Kräfte im Parlament zusätzlich stützen kann.

Sperrklausel und Hürden

Für den Einzug in das ungarische Parlament über die Landesliste gilt eine Sperrklausel von 5% für einzelne Parteien. Bei Wahlbündnissen aus zwei Parteien steigt diese Hürde auf 10%, bei Bündnissen aus drei oder mehr Parteien auf 15%. Diese Regelung soll eine Zersplitterung des Parlaments verhindern. Die 106 Direktmandate in den Wahlkreisen sind von dieser Hürde nicht betroffen, da dort der Kandidat mit der einfachen Mehrheit gewinnt. Zusätzlich gibt es für anerkannte nationale Minderheiten die Möglichkeit, über spezielle Vorzugsmandate mit verringerten Stimmenhürden ins Parlament einzuziehen.

Regierungsbildung und Koalitionstraditionen

Die Regierungsbildung in Ungarn ist durch das Wahlsystem so gestaltet, dass häufig eine einzige Partei oder ein fester Block eine stabile absolute oder sogar eine Zweidrittelmehrheit (verfassungsgebende Mehrheit] erreicht. Der Ministerpräsident wird vom Parlament auf Vorschlag des Staatspräsidenten gewählt. Aufgrund der starken Stellung des Ministerpräsidenten und der oft klaren Mehrheitsverhältnisse spielen klassische, langwierige Koalitionsverhandlungen in der ungarischen Politik eine geringere Rolle als in vielen anderen europäischen Staaten. Die Regierung ist dem Parlament gegenüber verantwortlich, kann aber nur durch ein konstruktives Misstrauensvotum gestürzt werden.

Quellen der Daten und Infos

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