Aktuelle Sonntagsfrage zur Parlamentswahl in Ungarn (Medián, 8. März 2025)

27. Februar 2025 - 8. März 2025

1000 Befragte

Nächste Parlamentswahl in Ungarn: 2030

Die nächste Parlamentswahl in Ungarn findet voraussichtlich im Jahr 2030 statt.

Mehrheit für die Regierung in Ungarn aktuell unsicher

Basierend auf der Projektion von Medián würden die amtierenden Regierungsparteien derzeit 51,8% der Parlamentssitze erhalten.

Wer führt laut der Umfrage von Medián?

In der Sonntagsfrage für Ungarn von Medián führt TISZA mit 46%. Es folgen Fidesz/KDNP mit 37%, Mi Hazánk mit 6%, Demokratikus Koalíció mit 4% und Magyar Kétfarkú Kutya Párt mit 4%. Sonstige Parteien erreichen 3% der Stimmen.

Qualitätscheck: Wie verlässlich ist die Prognose von Medián?

Rechnerische Mehrheiten und Koalitionsoptionen

Sperrklausel

Die Sperrklausel zur Wahl in Ungarn liegt bei 5%.

TISZA
Mitte
51,8%
Fidesz/KDNP + Mi Hazánk
Rechts
48,2%

Parlamentszusammensetzung laut Medián

Nach den aktuellen Daten von Medián würden voraussichtlich 3 Parteien die Sperrklausel überwinden und in das ungarische Parlament einziehen: TISZA mit 103 Abgeordneten, Fidesz/KDNP mit 83 Abgeordneten und Mi Hazánk mit 13 Abgeordneten.

Das Wahlsystem in Ungarn

Das ungarische Parlament (Országgyűlés] besteht aus 199 Abgeordneten, die in einem kombinierten System aus Mehrheits- und Verhältniswahl gewählt werden. 106 Abgeordnete werden direkt in Einzelwahlkreisen nach dem Mehrheitsprinzip bestimmt. Die restlichen 93 Sitze werden über nationale Parteilisten nach dem Verhältniswahlrecht vergeben. Eine Besonderheit ist das System der „Bruchstimmen“: Stimmen, die im Wahlkreis nicht zur Wahl des Siegers beigetragen haben, sowie überschüssige Stimmen des Siegers werden der nationalen Liste der jeweiligen Partei zugerechnet, was die stärksten Kräfte im Parlament zusätzlich stützen kann.

Sperrklausel und Hürden

Für den Einzug in das ungarische Parlament über die Landesliste gilt eine Sperrklausel von 5% für einzelne Parteien. Bei Wahlbündnissen aus zwei Parteien steigt diese Hürde auf 10%, bei Bündnissen aus drei oder mehr Parteien auf 15%. Diese Regelung soll eine Zersplitterung des Parlaments verhindern. Die 106 Direktmandate in den Wahlkreisen sind von dieser Hürde nicht betroffen, da dort der Kandidat mit der einfachen Mehrheit gewinnt. Zusätzlich gibt es für anerkannte nationale Minderheiten die Möglichkeit, über spezielle Vorzugsmandate mit verringerten Stimmenhürden ins Parlament einzuziehen.

Regierungsbildung und Koalitionstraditionen

Die Regierungsbildung in Ungarn ist durch das Wahlsystem so gestaltet, dass häufig eine einzige Partei oder ein fester Block eine stabile absolute oder sogar eine Zweidrittelmehrheit (verfassungsgebende Mehrheit] erreicht. Der Ministerpräsident wird vom Parlament auf Vorschlag des Staatspräsidenten gewählt. Aufgrund der starken Stellung des Ministerpräsidenten und der oft klaren Mehrheitsverhältnisse spielen klassische, langwierige Koalitionsverhandlungen in der ungarischen Politik eine geringere Rolle als in vielen anderen europäischen Staaten. Die Regierung ist dem Parlament gegenüber verantwortlich, kann aber nur durch ein konstruktives Misstrauensvotum gestürzt werden.

Quellen der Daten und Infos

PolitPro

PolitPro bringt wissenschaftliche Daten und aktuelle Umfragewerte zusammen, um Politik für alle greifbar zu machen. Wir nutzen Datensätze aus führenden Forschungsprojekten und ergänzen sie durch eigene Recherchen, Analysen und Algorithmen. So machen wir komplexe politische Zusammenhänge für Alle verständlich und zugänglich. Unterstützt durch KI.

Hilf uns, unabhängig zu bleiben

Deine Unterstützung schützt PolitPro vor dem Einfluss von Lobbygruppen und Parteien.

Feedback geben

Erzähle uns, wie wir PolitPro für dich noch besser machen können!

Fehler gefunden?

Politische Daten ändern sich täglich. Sollte dir ein Fehler auffallen, schreib uns gerne eine Email. Ein kurzer Quellenhinweis hilft uns bei der Überprüfung.