Aktuelle Regierung ohne parlamentarische Mehrheit
Im aktuellen Wahltrend erreichen die Regierungsparteien in Irland 38,1% der Sitze im Dáil Éireann.
Um Parteien vergleichbar zu machen, zeigen wir mit den Symbolen die politische Ausrichtung einer Partei an. Die Kategorien dienen zur groben Einordnung für einen schnellen Überblick. Genauere Informationen zu den politischen Standpunkten findest du auf den Unterseiten der Parteien.
Wahlumfragen sind keine Vorhersagen, sondern Momentaufnahmen mit statistischen Schwankungen. Um ein realistisches Bild zu erhalten, simulieren wir täglich 100.000 Wahlausgänge auf Basis des PolitPro Wahltrends im „Monte-Carlo-Verfahren“. Dabei berechnen wir typische Wählerwanderungen und politische Trends mit ein. Unser Algorithmus testet verschiedenste Szenarien – von kleinen Verschiebungen im Lager bis hin zu politischen Überraschungen – um die tatsächlichen Erfolgschancen der Parteien und Koalitionen zu ermitteln.
Im aktuellen Wahltrend erreichen die Regierungsparteien in Irland 38,1% der Sitze im Dáil Éireann.
+2,3 Zuwachs in den letzten 30 Tagen
-0,9 Verlust in den letzten 30 Tagen
Die nächste Parlamentswahl in Irland findet voraussichtlich im Jahr 2029 statt.
Spitzenreiter im aktuellen PolitPro Wahltrend zur Dáil-Wahl in Irland ist Sinn Féin mit 22,9%. Dahinter folgen Fianna Fáil mit 16,9%, Fine Gael mit 16,8%, Social Democrats mit 8,7%, Independent Ireland mit 7,7%, Aontú mit 6,5%, Labour Party mit 4%, Green Party mit 3% und Solidarity–People Before Profit mit 2,5%. Sonstige Parteien erreichen 11% der Stimmen.
Die amtierende Koalition in Irland kommt derzeit nur auf 38,1% der Mandate und würde damit ihre Regierungsmehrheit verlieren. Dies signalisiert eine deutliche Verschiebung der politischen Kräfteverhältnisse: Ein Bündnis aus Fianna Fáil und Fine Gael könnte die Regierungsarbeit nach aktuellem Stand nicht fortsetzen.
Der PolitPro Wahltrend ist mehr als eine bloße Momentaufnahme. Wir aggregieren die Daten aller relevanten Umfrageinstitute zu einem gewichteten Mittelwert für die Dáil-Wahl in Irland. Da die klassische Wahlumfrage („Wen würden Sie wählen, wenn am kommenden Sonntag Wahl wäre?“) methodisch bedingt schwankt, bietet unser Wahltrend eine statistisch belastbare Datenbasis. Er glättet kurzfristige Ausreißer und macht die reale politische Dynamik im Zeitverlauf sichtbar.
Durch die Kombination mehrerer Datenquellen minimieren wir das Risiko von Zufallseffekten. Jede Erhebung unterliegt einer statistischen Fehlertoleranz (meist zwischen 1,5 % und 3 %). Unser Umfragen-Check für Irland zeigt präzise auf, ob der Zuwachs einer Partei eine nachhaltige Entwicklung darstellt oder lediglich im Bereich der statistischen Unschärfe eines einzelnen Instituts liegt.
Die Berechnung folgt einem transparenten mathematischen Modell: Aktuelle Umfragen erhalten eine höhere Gewichtung als ältere Daten. Zudem fließt die historische Prognosegüte der Institute in die Kalkulation ein, um methodische Verzerrungen auszugleichen. Das Ergebnis ist eine valide Trendlinie, die die irische Parteienlandschaft präzise abbildet.
Irland nutzt das Präferenzwahlsystem (Single Transferable Vote). Dabei wählen Bürger einzelne Kandidaten und geben mehrere Präferenzen an. Da Umfragen nur Parteien erfassen, lässt sich keine realistische Sitzverteilung berechnen.
Im PolitPro Score für Institute bewerten wir die Zuverlässigkeit von Umfrageinstituten basierend auf ihrer Genauigkeit bei Wahlen sowie der Abweichung vom Wahltrend. Starke Abweichungen der Werte von Parteien im Vergleich zum Wahltrend sorgen für Abzüge, da sie auf Bevorzugungen oder Benachteiligungen von Parteien hinweisen können. Der Score hat einen Maximalwert von 100.
Es gibt freie Wahlen, unabhängige Institutionen und umfassende politische Rechte.
Irland erreicht im PolitPro Demokratie Score 83 von 100 Punkten.
In den letzten 10 Jahren ist der Demokratie Score stabil geblieben.
Der PolitPro Demokratie Score bewertet verschiedene Aspekte der Demokratie auf Basis wissenschaftlicher Daten des Projekts Varieties of Democracy (V-Dem). Das internationale Forschungsprojekt wird federführend von der Universität Göteborg (Schweden) und der University of Notre Dame (USA) geleitet. Mehr als 3.500 Expertinnen und Experten bewerten dabei die demokratische Qualität ihrer Länder nach standardisierten Kriterien. PolitPro kombiniert und erweitert diese Daten, um sie verständlich und vergleichbar darzustellen. Der Score reicht von 0 bis 100 Punkten.
Das Parlament wählt die Regierung, der Präsident hat meist nur repräsentative Aufgaben.
Die Wähler ordnen Kandidaten nach Rang, Stimmen werden entsprechend weitergezählt.
Nach der Wahl findet die Auszählung der Stimmen statt, die aufgrund des komplexen STV-Systems mit mehreren Zähldurchgängen oft mehrere Tage dauern kann. Sobald die Ergebnisse feststehen, tritt der Dáil zu seiner ersten Sitzung zusammen, um den Ceann Comhairle (Parlamentssprecher] zu wählen. Der wichtigste Akt ist die Wahl des Taoiseach. Sollte kein Kandidat im ersten Anlauf eine Mehrheit finden, folgen oft intensive Verhandlungsphasen zwischen den Parteien und den zahlreichen unabhängigen Abgeordneten. Die Regierung bleibt geschäftsführend im Amt, bis ein neuer Taoiseach gewählt und die Minister ernannt sind.
Wahlberechtigt für den Dáil Éireann sind alle irischen und britischen Staatsbürger ab 18 Jahren, die ihren Wohnsitz in Irland haben. Die irische Wählerschaft ist bekannt für ihre starke lokale Orientierung; Abgeordnete werden oft weniger nach ihrer Parteilinie und mehr nach ihrem Einsatz für lokale Projekte im Wahlkreis beurteilt. Die Wahlbeteiligung liegt üblicherweise zwischen 60% und 70%. Ein interessantes Merkmal ist das Fehlen der Briefwahl für die allgemeine Bevölkerung (mit wenigen Ausnahmen], was bedeutet, dass der Wahltag ein zentrales Ereignis ist, an dem die Bürger persönlich im Wahllokal erscheinen.
Europas Staatenbund mit gemeinsamen Gesetzen, Binnenmarkt und Demokratiestandards.
Organisation für Frieden, Sicherheit und Menschenrechte in Europa.
Verband reicherer Länder zur Zusammenarbeit in Wirtschaft und Entwicklung.
Die nächste Parlamentswahl in Irland findet voraussichtlich im Jahr 2029 statt. Bis dahin dienen aktuelle Wahlumfragen als wichtigstes Barometer für die politische Stimmung in Irland.
Forschungsdaten der Uni Göteborg zum Thema Demokratie. Unabhängige Politikexperten aus aller Welt bewerten politische Systeme nach wissenschaftlichen Kriterien.V-Dem – Varieties of Democracy
Coppedge, Michael, John Gerring, Carl Henrik Knutsen, Staffan I. Lindberg, Jan Teorell, David Altman, Fabio Angiolillo, Michael Bernhard, Agnes Cornell, M. Steven Fish, Linnea Fox, Lisa Gastaldi, Haakon Gjerløw, Adam Glynn, Ana Good God, Allen Hicken, Katrin Kinzelbach, Kyle L. Marquardt, Kelly McMann, Valeriya Mechkova, Anja Neundorf, Pamela Paxton, Daniel Pemstein, Josefine Pernes, Johannes von Römer, Brigitte Seim, Rachel Sigman, Svend-Erik Skaaning, Jeffrey Staton, Aksel Sundström, Marcus Tannenberg, Eitan Tzelgov, Yi-ting Wang, Tore Wig, and Daniel Ziblatt. 2026. "V-Dem Codebook v16" Varieties of Democracy (V-Dem) Project.
Forschungsprojekt der Uni Göteborg. Internationale Politikwissenschaftler bewerten die politischen Grundhaltungen von Parteien weltweit auf Basis einheitlicher Kriterien.V-Party – Parties of the World Dataset
Staffan I. Lindberg, Nils D¨upont, Masaaki Higashijima, Yaman Berker Kavasoglu, Kyle L. Marquardt, Michael Bernhard, Holger D¨oring, Allen Hicken, Melis Laebens, Juraj Medzihorsky, Anja Neundorf, Ora John Reuter, Saskia Ruth–Lovell, Keith R. Weghorst, Nina Wiesehomeier, Joseph Wright, Nazifa Alizada, Paul Bederke, Lisa Gastaldi, Sandra Grahn, Garry Hindle, Nina Ilchenko, Johannes von Römer, Steven Wilson, Daniel Pemstein, Brigitte Seim. 2022. Varieties of Party Identity and Organization (V–Party) Dataset V2. Varieties of Democracy (V–Dem) Project.
Langjährige Forschungsdaten der Uni Bremen. Dokumentiert Parteien und Regierungen für politische Vergleiche.ParlGov – Parliamentary Democracy Data
Döring, Holger and Philip Manow. 2024. Parliaments and governments database (ParlGov): Information on parties, elections and cabinets in established democracies.
Europas wichtigste Expertenbefragung zu Parteipositionen. Mehr als 400 Politikwissenschaftler aus unterschiedlichen Ländern dokumentieren Parteienpositionen auf Basis wissenschaftlicher Kriterien.CHES – Chapel Hill Expert Survey
Rovny, Jan, Ryan Bakker, Liesbet Hooghe, Seth Jolly, Gary Marks, Jonathan Polk, Marco Steenbergen, and Milada Vachudova. “25 Years of Political Party Positions in Europe: The Chapel Hill Expert Survey, 1999-2024,”