Aktuelle Regierung ohne parlamentarische Mehrheit
Im aktuellen Wahltrend erreichen die Regierungsparteien in Island 44,4% der Sitze.
Um Parteien vergleichbar zu machen, zeigen wir mit den Symbolen die politische Ausrichtung einer Partei an. Die Kategorien dienen zur groben Einordnung für einen schnellen Überblick. Genauere Informationen zu den politischen Standpunkten findest du auf den Unterseiten der Parteien.
Im aktuellen Wahltrend erreichen die Regierungsparteien in Island 44,4% der Sitze.
+4,6 Zuwachs in den letzten 90 Tagen
-4,0 Verlust in den letzten 90 Tagen
Die nächste Parlamentswahl in Island findet voraussichtlich im Jahr 2029 statt.
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Spitzenreiter im aktuellen PolitPro Wahltrend zur Althingi-Wahl in Island ist Samfylkingin mit 25,8%. Dahinter folgen Sjálfstæðisflokkurinn mit 24,6%, Miðflokkurinn mit 14,8%, Viðreisn mit 11,7%, Framsóknarflokkurinn mit 6%, Vinstri græn mit 5%, Flokkur fólksins mit 4,8%, Sósíalistaflokkur Íslands mit 4,1% und Píratar mit 3%. Sonstige Parteien erreichen 0,2% der Stimmen.
Die amtierende Koalition in Island kommt derzeit nur auf 44,4% der Mandate und würde damit ihre Regierungsmehrheit verlieren. Dies signalisiert eine deutliche Verschiebung der politischen Kräfteverhältnisse: Ein Bündnis aus Samfylkingin, Viðreisn und Flokkur fólksins könnte die Regierungsarbeit nach aktuellem Stand nicht fortsetzen.
Der PolitPro Wahltrend ist mehr als eine bloße Momentaufnahme. Wir aggregieren die Daten aller relevanten Umfrageinstitute zu einem gewichteten Mittelwert für die Wahl in Island. Da die klassische Sonntagsfrage („Wen würden Sie wählen, wenn am kommenden Sonntag Wahl wäre?“) methodisch bedingt schwankt, bietet unser Wahltrend eine statistisch belastbare Datenbasis. Er glättet kurzfristige Ausreißer und macht die reale politische Dynamik im Zeitverlauf sichtbar.
Durch die Kombination mehrerer Datenquellen minimieren wir das Risiko von Zufallseffekten. Jede Erhebung unterliegt einer statistischen Fehlertoleranz (meist zwischen 1,5 % und 3 %). Unser Umfragen-Check für Island zeigt präzise auf, ob der Zuwachs einer Partei eine nachhaltige Entwicklung darstellt oder lediglich im Bereich der statistischen Unschärfe eines einzelnen Instituts liegt.
Die Berechnung folgt einem transparenten mathematischen Modell: Aktuelle Umfragen erhalten eine höhere Gewichtung als ältere Daten. Zudem fließt die historische Prognosegüte der Institute in die Kalkulation ein, um methodische Verzerrungen auszugleichen. Das Ergebnis ist eine valide Trendlinie, die das Parteiensystem von Island präzise abbildet.
Die Sperrklausel für die Althingi-Wahl in Island liegt bei 4%.
Wahlumfragen sind keine Vorhersagen, sondern Momentaufnahmen mit statistischen Schwankungen. Um ein realistisches Bild zu erhalten, simulieren wir täglich 100.000 Wahlausgänge auf Basis des PolitPro Wahltrends im „Monte-Carlo-Verfahren“. Dabei berechnen wir typische Wählerwanderungen und politische Trends mit ein. Unser Algorithmus testet verschiedenste Szenarien – von kleinen Verschiebungen im Lager bis hin zu politischen Überraschungen – um die tatsächlichen Erfolgschancen der Parteien und Koalitionen zu ermitteln.
Basierend auf dem Wahltrend würden 8 Parteien in das isländische Parlament, das Althing, einziehen: Samfylkingin mit 17 Abgeordneten, Sjálfstæðisflokkurinn mit 16 Abgeordneten, Miðflokkurinn mit 10 Abgeordneten, Viðreisn mit 8 Abgeordneten, Framsóknarflokkurinn mit 4 Abgeordneten, Vinstri græn mit 3 Abgeordneten, Flokkur fólksins mit 3 Abgeordneten und Sósíalistaflokkur Íslands mit 2 Abgeordneten.
Das isländische Parlament, das Althing (Alþingi], besteht aus 63 Abgeordneten, die für eine vierjährige Amtszeit gewählt werden. Island ist in sechs Wahlkreise unterteilt. Das Wahlsystem ist ein Verhältniswahlrecht, bei dem 54 Sitze direkt in den Wahlkreisen vergeben werden. Die restlichen 9 Sitze fungieren als Ausgleichsmandate, um sicherzustellen, dass die landesweite Sitzverteilung so präzise wie möglich dem gesamten Stimmenanteil der Parteien entspricht. Trotz der geringen Bevölkerungszahl ist das System so konzipiert, dass sowohl die Hauptstadtregion als auch die ländlichen Gebiete fair vertreten sind.
Für die Teilnahme an der Verteilung der 9 Ausgleichsmandate gilt in Island eine landesweite Sperrklausel von 5%. Parteien müssen diese Hürde überspringen, um von der proportionalen Korrektur auf nationaler Ebene zu profitieren. Theoretisch kann eine Partei auch durch den Gewinn eines Direktmandats in einem der sechs Wahlkreise in das Althing einziehen, ohne die 5%-Hürde national zu erreichen. In der Praxis sorgt die 5%-Regelung jedoch für eine Konsolidierung der Parteienlandschaft und verhindert eine zu starke Zersplitterung des Parlaments.
Da das isländische Wahlsystem die Proportionalität stark gewichtet, erreicht selten eine einzelne Partei die absolute Mehrheit. Koalitionsregierungen aus zwei oder drei Parteien sind daher der Standard. Nach der Wahl führt der Präsident von Island Gespräche mit den Parteiführern und erteilt meist dem Vorsitzenden der stärksten Partei den Auftrag zur Regierungsbildung. Die politische Kultur Islands ist von Pragmatismus geprägt, wobei Koalitionen oft über ideologische Grenzen hinweg gebildet werden, um stabile Mehrheiten für die Bewältigung wirtschaftlicher und ökologischer Herausforderungen zu sichern.
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Im PolitPro Score für Institute bewerten wir die Zuverlässigkeit von Umfrageinstituten basierend auf ihrer Genauigkeit bei Wahlen sowie der Abweichung vom Wahltrend. Starke Abweichungen der Werte von Parteien im Vergleich zum Wahltrend sorgen für Abzüge, da sie auf Bevorzugungen oder Benachteiligungen von Parteien hinweisen können. Der Score hat einen Maximalwert von 100.
Es gibt freie Wahlen, unabhängige Institutionen und umfassende politische Rechte.
Island erreicht im PolitPro Demokratie-Score 75 von 100 Punkten.
In den letzten 10 Jahren hat sich der Demokratie Score etwas verschlechtert.
Der PolitPro Demokratie Score bewertet verschiedene Aspekte der Demokratie auf Basis wissenschaftlicher Daten des Projekts Varieties of Democracy (V-Dem). Das internationale Forschungsprojekt wird federführend von der Universität Göteborg (Schweden) und der University of Notre Dame (USA) geleitet. Mehr als 3.500 Expertinnen und Experten bewerten dabei die demokratische Qualität ihrer Länder nach standardisierten Kriterien. PolitPro kombiniert und erweitert diese Daten, um sie verständlich und vergleichbar darzustellen. Der Score reicht von 0 bis 100 Punkten.
Das Parlament wählt die Regierung, der Präsident hat meist nur repräsentative Aufgaben.
Die Wahl wird in nur einer Runde entschieden.
Nach der Bekanntgabe des amtlichen Endergebnisses tritt das Althing zu seiner ersten Sitzung zusammen, um den Parlamentspräsidenten und die Ausschussmitglieder zu wählen. Ein formales Vertrauensvotum bei der Regierungsbildung ist in Island nicht zwingend vorgeschrieben; stattdessen wird die Regierung vom Präsidenten ernannt, sobald eine stabile Koalition steht. Eine Besonderheit ist das enge Verhältnis zwischen Exekutive und Legislative: Regierungsmitglieder bleiben meist aktive Mitglieder des Parlaments. Die politische Arbeit im Althing findet in einer sehr persönlichen Atmosphäre statt, was der geringen Größe des Parlaments geschuldet ist.
Wahlberechtigt sind alle isländischen Staatsbürger ab 18 Jahren. Island verzeichnet traditionell eine sehr hohe Wahlbeteiligung, die oft über 80% liegt, was die starke demokratische Tradition des Landes unterstreicht. Ein markantes Merkmal ist die Möglichkeit der Briefwahl für Bürger in entlegenen Gebieten oder im Ausland. Die isländische Wählerschaft gilt als sehr politisiert und reagiert sensibel auf Themen wie Fischereirechte, Umweltschutz und wirtschaftliche Souveränität. Regionale Unterschiede im Wahlverhalten zeigen sich vor allem zwischen dem urbanen Reykjavík und den ländlichen Küstenregionen.
Militärisches Verteidigungsbündnis zwischen Europa und Nordamerika
Organisation für Frieden, Sicherheit und Menschenrechte in Europa.
Verband reicherer Länder zur Zusammenarbeit in Wirtschaft und Entwicklung.
Die nächste Parlamentswahl in Island findet voraussichtlich im Jahr 2029 statt. Bis dahin dienen aktuelle Wahlumfragen als wichtigstes Barometer für die politische Stimmung in Island.
Forschungsdaten der Uni Göteborg zum Thema Demokratie. Unabhängige Politikexperten aus aller Welt bewerten politische Systeme nach wissenschaftlichen Kriterien.V-Dem – Varieties of Democracy
Coppedge, Michael, John Gerring, Carl Henrik Knutsen, Staffan I. Lindberg, Jan Teorell, David Altman, Fabio Angiolillo, Michael Bernhard, Agnes Cornell, M. Steven Fish, Linnea Fox, Lisa Gastaldi, Haakon Gjerløw, Adam Glynn, Ana Good God, Allen Hicken, Katrin Kinzelbach, Kyle L. Marquardt, Kelly McMann, Valeriya Mechkova, Anja Neundorf, Pamela Paxton, Daniel Pemstein, Josefine Pernes, Johannes von Römer, Brigitte Seim, Rachel Sigman, Svend-Erik Skaaning, Jeffrey Staton, Aksel Sundström, Marcus Tannenberg, Eitan Tzelgov, Yi-ting Wang, Tore Wig, and Daniel Ziblatt. 2026. "V-Dem Codebook v16" Varieties of Democracy (V-Dem) Project.
Forschungsprojekt der Uni Göteborg. Internationale Politikwissenschaftler bewerten die politischen Grundhaltungen von Parteien weltweit auf Basis einheitlicher Kriterien.V-Party – Parties of the World Dataset
Staffan I. Lindberg, Nils D¨upont, Masaaki Higashijima, Yaman Berker Kavasoglu, Kyle L. Marquardt, Michael Bernhard, Holger D¨oring, Allen Hicken, Melis Laebens, Juraj Medzihorsky, Anja Neundorf, Ora John Reuter, Saskia Ruth–Lovell, Keith R. Weghorst, Nina Wiesehomeier, Joseph Wright, Nazifa Alizada, Paul Bederke, Lisa Gastaldi, Sandra Grahn, Garry Hindle, Nina Ilchenko, Johannes von Römer, Steven Wilson, Daniel Pemstein, Brigitte Seim. 2022. Varieties of Party Identity and Organization (V–Party) Dataset V2. Varieties of Democracy (V–Dem) Project.
Langjährige Forschungsdaten der Uni Bremen. Dokumentiert Parteien und Regierungen für politische Vergleiche.ParlGov – Parliamentary Democracy Data
Döring, Holger and Philip Manow. 2024. Parliaments and governments database (ParlGov): Information on parties, elections and cabinets in established democracies.
Europas wichtigste Expertenbefragung zu Parteipositionen. Mehr als 400 Politikwissenschaftler aus unterschiedlichen Ländern dokumentieren Parteienpositionen auf Basis wissenschaftlicher Kriterien.CHES – Chapel Hill Expert Survey
Rovny, Jan, Ryan Bakker, Liesbet Hooghe, Seth Jolly, Gary Marks, Jonathan Polk, Marco Steenbergen, and Milada Vachudova. “25 Years of Political Party Positions in Europe: The Chapel Hill Expert Survey, 1999-2024,”