Aktueller Wahltrend für Montenegro

Nächste Parlamentswahl in Montenegro: 2027

Die nächste Parlamentswahl in Montenegro findet voraussichtlich im Jahr 2027 statt.

Wer führt im PolitPro Wahltrend für Montenegro?

Spitzenreiter im aktuellen PolitPro Wahltrend zur Parlamentswahl in Montenegro ist DPS mit 26%. Dahinter folgen ZbCG mit 22,3%, PES mit 19,8%, BS mit 6,5%, DCG mit 6,4%, URA mit 5,5%, Evropa sad! mit 4,7%, SNP mit 1,9% und Albanska alternativa mit 1,2%. Sonstige Parteien erreichen 5,7% der Stimmen.

Datenanalyse: So berechnen wir den PolitPro Wahltrend

Der PolitPro Wahltrend ist mehr als eine bloße Momentaufnahme. Wir aggregieren die Daten aller relevanten Umfrageinstitute zu einem gewichteten Mittelwert für die Parlamentswahl in Montenegro. Da die klassische Sonntagsfrage („Wen würden Sie wählen, wenn am kommenden Sonntag Wahl wäre?“) methodisch bedingt schwankt, bietet unser Wahltrend eine statistisch belastbare Datenbasis. Er glättet kurzfristige Ausreißer und macht die reale politische Dynamik im Zeitverlauf sichtbar.

Durch die Kombination mehrerer Datenquellen minimieren wir das Risiko von Zufallseffekten. Jede Erhebung unterliegt einer statistischen Fehlertoleranz (meist zwischen 1,5 % und 3 %). Unser Wahlumfragen-Check für Montenegro zeigt präzise auf, ob der Zuwachs einer Partei eine nachhaltige Entwicklung darstellt oder lediglich im Bereich der statistischen Unschärfe eines einzelnen Instituts liegt.

Die Berechnung folgt einem transparenten mathematischen Modell: Aktuelle Umfragen erhalten eine höhere Gewichtung als ältere Daten. Zudem fließt die historische Prognosegüte der Institute in die Kalkulation ein, um methodische Verzerrungen auszugleichen. Das Ergebnis ist eine valide Trendlinie, die die politische Landschaft Montenegros präzise abbildet.

Mögliche Koalitionen & Bündnisse

Sperrklausel

Die Sperrklausel zur Wahl in Montenegro liegt bei 3%.

ZbCG + PES + BS
Unbekannt
54,3%
ZbCG + PES + DCG
Unbekannt
53,1%
DPS + PES
Unbekannt
51,9%
DPS + BS + DCG + URA
Unbekannt
48,1%
ZbCG + PES
Unbekannt
46,9%
DPS + BS + DCG
Unbekannt
43,2%

Voraussichtliche Zusammensetzung des Parlaments

Basierend auf dem Wahltrend würden 7 Parteien in das Parlament von Montenegro einziehen: DPS mit 24 Abgeordneten, ZbCG mit 20 Abgeordneten, PES mit 18 Abgeordneten, BS mit 6 Abgeordneten, DCG mit 5 Abgeordneten, URA mit 4 Abgeordneten und Evropa sad! mit 4 Abgeordneten.

Das Wahlsystem in Montenegro

Das Parlament von Montenegro (Skupština] besteht aus 81 Abgeordneten, die für eine vierjährige Amtszeit gewählt werden. Das Wahlsystem ist ein reines Verhältniswahlrecht in einem einzigen landesweiten Wahlkreis mit geschlossenen Listen. Eine Besonderheit in Montenegro ist der Schutz nationaler Minderheiten: Während für die meisten Parteien eine allgemeine Sperrklausel gilt, profitieren Minderheitengruppen von deutlich niedrigeren Hürden, um eine angemessene Repräsentation der vielfältigen Bevölkerungsgruppen (wie Bosniaken, Albaner und Kroaten] im Parlament sicherzustellen.

Sperrklausel und Hürden

In Montenegro gilt für den Einzug in das Parlament eine landesweite Sperrklausel von 3%. Für Parteien oder Koalitionen, die nationale Minderheiten vertreten (sofern diese maximal 15% der Gesamtbevölkerung ausmachen], ist die Hürde auf 0,7% gesenkt. Eine weitere Sonderregelung gilt für die kroatische Minderheit: Erreicht keine ihrer Listen die 0,7%-Hürde, erhält die stimmenstärkste Liste dennoch ein Mandat, sofern sie mindestens 0,35% der Stimmen erzielt. Diese differenzierten Hürden dienen dazu, politische Stabilität mit inklusiver Repräsentation zu vereinen.

Regierungsbildung und Koalitionstraditionen

Die Regierungsbildung in Montenegro erfordert eine Mehrheit von mindestens 41 der 81 Sitze. Da das Proporzsystem häufig zu einer Zersplitterung der Parteienlandschaft führt, sind Koalitionen die Regel. Nach der Wahl schlägt der Staatspräsident nach Konsultationen mit den Parlamentsfraktionen einen Ministerpräsidenten vor. In der politischen Praxis spielen Minderheitenparteien oft eine zentrale Rolle als Zünglein an der Waage. Die Koalitionsverhandlungen konzentrieren sich meist auf Themen wie die EU-Integration, die Korruptionsbekämpfung und die wirtschaftliche Entwicklung des Landes.

Aktuelle Sonntagsfragen im Überblick

Wahltrend-Historie: Entwicklung in Montenegro

Letzte Wahlergebnisse

Zusammensetzung der aktuellen Regierung

Wichtige Parteien in Montenegro

Umfrageinstitute in Montenegro

Genauigkeit bei Wahlen
Sehr genau
Sehr ungenau

63
CeDem

Letzte Umfrage vor 7 Monaten

Was ist der PolitPro Score für Institute?

Im PolitPro Score für Institute bewerten wir die Zuverlässigkeit von Umfrageinstituten basierend auf ihrer Genauigkeit bei Wahlen sowie der Abweichung vom Wahltrend. Starke Abweichungen der Werte von Parteien im Vergleich zum Wahltrend sorgen für Abzüge, da sie auf Bevorzugungen oder Benachteiligungen von Parteien hinweisen können. Der Score hat einen Maximalwert von 100.

Politisches System & Demokratie in Montenegro

Demokratie mit Schwächen

Es gibt freie Wahlen, doch die Kontrolle der Regierung und der Rechtsstaat sind begrenzt.

+12

Entwicklung: Starke Verbesserung

In den letzten 10 Jahren hat sich der Demokratie Score deutlich verbessert.

Was ist der PolitPro Demokratie Score?

Der PolitPro Demokratie Score bewertet verschiedene Aspekte der Demokratie auf Basis wissenschaftlicher Daten des Projekts Varieties of Democracy (V-Dem). Das internationale Forschungsprojekt wird federführend von der Universität Göteborg (Schweden) und der University of Notre Dame (USA) geleitet. Mehr als 3.500 Expertinnen und Experten bewerten dabei die demokratische Qualität ihrer Länder nach standardisierten Kriterien. PolitPro kombiniert und erweitert diese Daten, um sie verständlich und vergleichbar darzustellen. Der Score reicht von 0 bis 100 Punkten.

Wahlrecht & Wahlsystem in Montenegro

Parlamentarische Republik

Das Parlament wählt die Regierung, der Präsident hat meist nur repräsentative Aufgaben.

Wie wird gewählt?

Die Wahl wird in nur einer Runde entschieden.

Nach der Wahl

Nach der Wahl und der Bestätigung der Ergebnisse durch die staatliche Wahlkommission (DIK] tritt das neue Parlament innerhalb von 15 Tagen zur konstituierenden Sitzung zusammen. Der wichtigste Schritt nach der Wahl ist die Wahl des Parlamentspräsidenten und die anschließende Abstimmung über das Regierungsprogramm und das Kabinett. Sollte innerhalb von 90 Tagen nach dem ersten Vorschlag des Staatspräsidenten keine Regierung gebildet werden, muss das Parlament aufgelöst werden, was zu Neuwahlen führt. Dieser Mechanismus sichert die Handlungsfähigkeit der Exekutive.

Besonderheiten der Wählerschaft

Wahlberechtigt sind montenegrinische Staatsbürger ab 18 Jahren, die seit mindestens 24 Monaten ihren Wohnsitz im Land haben. Die Wahlbeteiligung schwankt traditionell stark und gilt als Gradmesser für die politische Mobilisierung der Bürger. Historisch war die politische Landschaft lange Zeit von einem dominanten Lager geprägt, hat sich jedoch in den letzten Jahren hin zu einem dynamischen Wettbewerb zwischen verschiedenen pro-europäischen und regionalen Kräften entwickelt. Ein markantes Merkmal ist die hohe Bedeutung der Identitätspolitik, die zunehmend von sozioökonomischen Themen verdrängt wird.

Mitglied der OSZE

Organisation für Frieden, Sicherheit und Menschenrechte in Europa.

FAQ - Häufige Fragen und Antworten

Wann ist die nächste Wahl in Montenegro?

Die nächste Parlamentswahl in Montenegro findet voraussichtlich im Jahr 2027 statt. Bis dahin dienen aktuelle Wahlumfragen als wichtigstes Barometer für die politische Stimmung in Montenegro.

Quellen der Daten und Infos

PolitPro

PolitPro bringt wissenschaftliche Daten und aktuelle Umfragewerte zusammen, um Politik für alle greifbar zu machen. Wir nutzen Datensätze aus führenden Forschungsprojekten und ergänzen sie durch eigene Recherchen, Analysen und Algorithmen. So machen wir komplexe politische Zusammenhänge für Alle verständlich und zugänglich. Unterstützt durch KI.

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Politische Daten ändern sich täglich. Sollte dir ein Fehler auffallen, schreib uns gerne eine Email. Ein kurzer Quellenhinweis hilft uns bei der Überprüfung.

V-Dem – Varieties of Democracy

Forschungsdaten der Uni Göteborg zum Thema Demokratie. Unabhängige Politikexperten aus aller Welt bewerten politische Systeme nach wissenschaftlichen Kriterien.

Mehr

Coppedge, Michael, John Gerring, Carl Henrik Knutsen, Staffan I. Lindberg, Jan Teorell, David Altman, Fabio Angiolillo, Michael Bernhard, Agnes Cornell, M. Steven Fish, Linnea Fox, Lisa Gastaldi, Haakon Gjerløw, Adam Glynn, Ana Good God, Allen Hicken, Katrin Kinzelbach, Kyle L. Marquardt, Kelly McMann, Valeriya Mechkova, Anja Neundorf, Pamela Paxton, Daniel Pemstein, Josefine Pernes, Johannes von Römer, Brigitte Seim, Rachel Sigman, Svend-Erik Skaaning, Jeffrey Staton, Aksel Sundström, Marcus Tannenberg, Eitan Tzelgov, Yi-ting Wang, Tore Wig, and Daniel Ziblatt. 2026. "V-Dem Codebook v16" Varieties of Democracy (V-Dem) Project.

V-Party – Parties of the World Dataset

Forschungsprojekt der Uni Göteborg. Internationale Politikwissenschaftler bewerten die politischen Grundhaltungen von Parteien weltweit auf Basis einheitlicher Kriterien.

Mehr

Staffan I. Lindberg, Nils D¨upont, Masaaki Higashijima, Yaman Berker Kavasoglu, Kyle L. Marquardt, Michael Bernhard, Holger D¨oring, Allen Hicken, Melis Laebens, Juraj Medzihorsky, Anja Neundorf, Ora John Reuter, Saskia Ruth–Lovell, Keith R. Weghorst, Nina Wiesehomeier, Joseph Wright, Nazifa Alizada, Paul Bederke, Lisa Gastaldi, Sandra Grahn, Garry Hindle, Nina Ilchenko, Johannes von Römer, Steven Wilson, Daniel Pemstein, Brigitte Seim. 2022. Varieties of Party Identity and Organization (V–Party) Dataset V2. Varieties of Democracy (V–Dem) Project.

ParlGov – Parliamentary Democracy Data

Langjährige Forschungsdaten der Uni Bremen. Dokumentiert Parteien und Regierungen für politische Vergleiche.

Mehr

Döring, Holger and Philip Manow. 2024. Parliaments and governments database (ParlGov): Information on parties, elections and cabinets in established democracies.

CHES – Chapel Hill Expert Survey

Europas wichtigste Expertenbefragung zu Parteipositionen. Mehr als 400 Politikwissenschaftler aus unterschiedlichen Ländern dokumentieren Parteienpositionen auf Basis wissenschaftlicher Kriterien.

Mehr

Rovny, Jan, Ryan Bakker, Liesbet Hooghe, Seth Jolly, Gary Marks, Jonathan Polk, Marco Steenbergen, and Milada Vachudova. “25 Years of Political Party Positions in Europe: The Chapel Hill Expert Survey, 1999-2024,”