Aktuelle Regierung ohne parlamentarische Mehrheit
Im aktuellen Wahltrend erreichen die Regierungsparteien in Dänemark 43,6% der Sitze.
Um Parteien vergleichbar zu machen, zeigen wir mit den Symbolen die politische Ausrichtung einer Partei an. Die Kategorien dienen zur groben Einordnung für einen schnellen Überblick. Genauere Informationen zu den politischen Standpunkten findest du auf den Unterseiten der Parteien.
Im aktuellen Wahltrend erreichen die Regierungsparteien in Dänemark 43,6% der Sitze.
+0,8 Zuwachs in den letzten 30 Tagen
-0,7 Verlust in den letzten 30 Tagen
Die nächste Parlamentswahl in Dänemark findet voraussichtlich im Jahr 2030 statt.
Erhalte aktuelle Wahlumfragen und Trends immer direkt in deiner Google-Suche.
Spitzenreiter im aktuellen PolitPro Wahltrend zur Folketingswahl in Dänemark ist Socialdemokraterne mit 21,1%. Dahinter folgen Dansk Folkeparti mit 12%, Socialistisk Folkeparti mit 11,2%, Venstre mit 10,2%, Liberal Alliance mit 9,6%, Konservative Folkeparti mit 8,2%, De Rød-Grønne mit 7,3%, Moderaterne mit 6%, Danmarksdemokraterne mit 5,7%, Radikale Venstre mit 5,6%, Alternativet mit 2,4% und Borgernes Parti mit 0,6%. Sonstige Parteien erreichen 0,1% der Stimmen.
Die amtierende Koalition in Dänemark kommt derzeit nur auf 43,6% der Mandate und würde damit ihre Regierungsmehrheit verlieren. Dies signalisiert eine deutliche Verschiebung der politischen Kräfteverhältnisse: Ein Bündnis aus Socialdemokraterne, Socialistisk Folkeparti, Moderaterne und Radikale Venstre könnte die Regierungsarbeit nach aktuellem Stand nicht fortsetzen.
Der PolitPro Wahltrend ist mehr als eine bloße Momentaufnahme. Wir aggregieren die Daten aller relevanten Umfrageinstitute zu einem gewichteten Mittelwert für die Folketingswahl in Dänemark. Da die klassische Sonntagsfrage („Wen würden Sie wählen, wenn am kommenden Sonntag Wahl wäre?“) methodisch bedingt schwankt, bietet unser Wahltrend eine statistisch belastbare Datenbasis. Er glättet kurzfristige Ausreißer und macht die reale politische Dynamik im Zeitverlauf sichtbar.
Durch die Kombination mehrerer Datenquellen minimieren wir das Risiko von Zufallseffekten. Jede Erhebung unterliegt einer statistischen Fehlertoleranz (meist zwischen 1,5 % und 3 %). Unser Umfragen-Check für Dänemark zeigt präzise auf, ob der Zuwachs einer Partei eine nachhaltige Entwicklung darstellt oder lediglich im Bereich der statistischen Unschärfe eines einzelnen Instituts liegt.
Die Berechnung folgt einem transparenten mathematischen Modell: Aktuelle Umfragen erhalten eine höhere Gewichtung als ältere Daten. Zudem fließt die historische Prognosegüte der Institute in die Kalkulation ein, um methodische Verzerrungen auszugleichen. Das Ergebnis ist eine valide Trendlinie, die das Parteiensystem von Dänemark präzise abbildet.
Die Sperrklausel zur Folketingswahl in Dänemark liegt bei 2%.
Wahlumfragen sind keine Vorhersagen, sondern Momentaufnahmen mit statistischen Schwankungen. Um ein realistisches Bild zu erhalten, simulieren wir täglich 100.000 Wahlausgänge auf Basis des PolitPro Wahltrends im „Monte-Carlo-Verfahren“. Dabei berechnen wir typische Wählerwanderungen und politische Trends mit ein. Unser Algorithmus testet verschiedenste Szenarien – von kleinen Verschiebungen im Lager bis hin zu politischen Überraschungen – um die tatsächlichen Erfolgschancen der Parteien und Koalitionen zu ermitteln.
Basierend auf dem Wahltrend würden 11 Parteien in das Folketing einziehen: Socialdemokraterne mit 38 Abgeordneten, Dansk Folkeparti mit 21 Abgeordneten, Socialistisk Folkeparti mit 20 Abgeordneten, Venstre mit 18 Abgeordneten, Liberal Alliance mit 17 Abgeordneten, Konservative Folkeparti mit 14 Abgeordneten, De Rød-Grønne mit 13 Abgeordneten, Moderaterne mit 10 Abgeordneten, Danmarksdemokraterne mit 10 Abgeordneten, Radikale Venstre mit 10 Abgeordneten und Alternativet mit 4 Abgeordneten.Unabhängige Kandidaten und sonstige Einzelpersonen erhalten 4 Sitze.
Das dänische Parlament, das Folketing, besteht aus 179 Abgeordneten. Davon werden 175 Mandate in Dänemark selbst vergeben, während jeweils zwei Sitze für die Färöer-Inseln und Grönland reserviert sind. Das Wahlsystem ist ein Verhältniswahlrecht, das eine sehr präzise Übereinstimmung zwischen dem landesweiten Stimmenanteil und der Sitzverteilung anstrebt. Dies wird durch ein zweistufiges Verfahren mit Wahlkreismandaten und 40 Ausgleichsmandaten erreicht. Dänemark ist zudem für seine hohe Transparenz und die Tradition der Zusammenarbeit über die politischen Lager hinweg bekannt.
Dänemark hat eine der niedrigsten parlamentarischen Hürden in Europa: Eine Partei muss lediglich 2% der landesweiten Stimmen erreichen, um in das Folketing einzuziehen. Alternativ kann ein Mandat auch durch den Gewinn eines Direktmandats in einem Wahlkreis oder durch das Erreichen einer bestimmten Stimmenzahl in einem regionalen Verbund erlangt werden. Diese niedrige 2%-Schwelle fördert eine hohe politische Vielfalt und stellt sicher, dass auch kleinere Parteien und neue politische Bewegungen eine Stimme im nationalen Parlament erhalten.
Eine Besonderheit in Dänemark ist der „negative Parlamentarismus“. Dies bedeutet, dass eine Regierung bei ihrem Amtsantritt keine aktive Mehrheit im Parlament benötigt, sondern lediglich keine Mehrheit gegen sich haben darf. Dies führt häufig zur Bildung von Minderheitsregierungen. Diese Regierungen stützen sich auf eine oder mehrere Unterstützungsparteien, mit denen sie Vereinbarungen über die politische Agenda treffen. Dieser Prozess zwingt die Regierung dazu, für jedes Gesetz im Folketing kontinuierlich nach Mehrheiten zu suchen, was eine starke Konsenskultur fördert.
Aktuelle Umfragewerte per Push-Benachrichtigung, tägliche Community Umfragen und persönliche Statistiken. Jetzt kostenlos downloaden!
Dänemark navigiert derzeit durch eine Phase stabiler, aber sich wandelnder Wirtschaft. Während die Konjunktur nach einem starken Vorjahr an Dynamik...
Dänemark schärft sein Migrationsprofil weiter, wobei die Kontrolle der Grenzen und die Steuerung von Zuwanderung im Fokus stehen. Aktuell halten...
Dänemark steht erneut im Zentrum geopolitischer Spannungen um Grönland. Eine führende US-Denkfabrik, die Heritage Foundation, forderte Kopenhagen diese Woche auf,...
Die dänische Politik navigiert weiterhin durch die Komplexität einer Minderheitsregierung, die seit ihrer Bildung im Juni 2026 die politische Landschaft...
Als EU-Ratsvorsitzland seit Juli 2026 verlagert Dänemark den Fokus der europäischen Klimapolitik auf Energiepreise und Wettbewerbsfähigkeit, um die Abhängigkeit von...
Dänemark ringt um den sozialen Frieden zwischen den Generationen. Während die ältere Bevölkerung länger arbeiten muss – das Renteneintrittsalter steigt...
Dänemarks Studierende stehen vor einer finanziellen Zäsur: Ab Januar 2027 sinkt die maximale Anzahl der staatlichen Studienbeihilfe (SU) von 70...
Dänische Familien und Alleinerziehende können seit Juli 2026 den „Fødevarecheck“ beantragen, eine steuerfreie Einmalzahlung von bis zu 5.000 DKK, um...
Dänemarks ältere Generationen stehen vor einer doppelten Herausforderung: Das Renteneintrittsalter steigt, gekoppelt an die Lebenserwartung, schrittweise auf bis zu 70...
Dänemarks neue Koalitionsregierung strukturiert das Steuersystem um: Ab 2026 fallen Mittel- und Zusatzspitzensteuer weg, ersetzt durch eine neue Spitzensteuer, die...
Dänemarks neue Regierung leitet mit umfassenden Steuerreformen einen Paradigmenwechsel für Unternehmer und Eigentümer ein. Seit Juni 2026 plant die Vier-Parteien-Koalition...
Dänemark verstärkt seinen Einsatz für Gleichstellung: Ein 24-Millionen-Kronen-Aktionsplan stärkt ab 2026 die Rechte der LGBTI-Gemeinschaft und bekämpft Diskriminierung. Gleichzeitig plant...
Dänemark erweitert seit dem 1. Juli 2026 seine „Positivlisten“ für Fachkräfte drastisch, um Ingenieure, IT-Spezialisten und medizinisches Personal anzuziehen. Gleichzeitig...
Im PolitPro Score für Institute bewerten wir die Zuverlässigkeit von Umfrageinstituten basierend auf ihrer Genauigkeit bei Wahlen sowie der Abweichung vom Wahltrend. Starke Abweichungen der Werte von Parteien im Vergleich zum Wahltrend sorgen für Abzüge, da sie auf Bevorzugungen oder Benachteiligungen von Parteien hinweisen können. Der Score hat einen Maximalwert von 100.
Es gibt freie Wahlen, unabhängige Institutionen und umfassende politische Rechte.
Dänemark erreicht im PolitPro Demokratie Score 89 von 100 Punkten.
In den letzten 10 Jahren hat sich der Demokratie Score etwas verschlechtert.
Der PolitPro Demokratie Score bewertet verschiedene Aspekte der Demokratie auf Basis wissenschaftlicher Daten des Projekts Varieties of Democracy (V-Dem). Das internationale Forschungsprojekt wird federführend von der Universität Göteborg (Schweden) und der University of Notre Dame (USA) geleitet. Mehr als 3.500 Expertinnen und Experten bewerten dabei die demokratische Qualität ihrer Länder nach standardisierten Kriterien. PolitPro kombiniert und erweitert diese Daten, um sie verständlich und vergleichbar darzustellen. Der Score reicht von 0 bis 100 Punkten.
Der König oder die Königin repräsentiert den Staat, regiert wird vom gewählten Parlament.
Die Wahl wird in nur einer Runde entschieden.
Nach der Wahl beginnt der Prozess der sogenannten „Königlichen Runde“ (Dronningerunde/Kongerunde]. Da das Staatsoberhaupt keine politische Macht ausübt, fungiert es als neutraler Vermittler. Die Parteiführer treffen sich beim Monarchen und geben ihre Empfehlung ab, wer mit den Regierungsverhandlungen betraut werden soll (der „Formateur“]. Sobald eine Regierung gebildet ist, wird sie formal ernannt. Die Legislaturperiode dauert maximal vier Jahre, wobei der Ministerpräsident das Recht hat, jederzeit Neuwahlen auszurufen, was oft taktisch genutzt wird.
Wahlberechtigt sind alle dänischen Staatsbürger ab 18 Jahren. Dänemark verzeichnet im internationalen Vergleich eine außergewöhnlich hohe Wahlbeteiligung, die regelmäßig über 80% liegt. Ein wesentlicher Grund dafür ist das hohe Vertrauen in die staatlichen Institutionen und die politische Wirksamkeit. Die politische Landschaft ist traditionell in einen „roten Block“ (Mitte-links] und einen „blauen Block“ (Mitte-rechts] unterteilt, wobei in jüngerer Zeit zusehends Parteien der Mitte eine entscheidende Rolle als Mehrheitsbeschaffer einnehmen.
Europas Staatenbund mit gemeinsamen Gesetzen, Binnenmarkt und Demokratiestandards.
Militärisches Verteidigungsbündnis zwischen Europa und Nordamerika
Organisation für Frieden, Sicherheit und Menschenrechte in Europa.
Verband reicherer Länder zur Zusammenarbeit in Wirtschaft und Entwicklung.
Die nächste Parlamentswahl in Dänemark findet voraussichtlich im Jahr 2030 statt. Bis dahin dienen aktuelle Wahlumfragen als wichtigstes Barometer für die politische Stimmung in Dänemark.
Forschungsdaten der Uni Göteborg zum Thema Demokratie. Unabhängige Politikexperten aus aller Welt bewerten politische Systeme nach wissenschaftlichen Kriterien.V-Dem – Varieties of Democracy
Coppedge, Michael, John Gerring, Carl Henrik Knutsen, Staffan I. Lindberg, Jan Teorell, David Altman, Fabio Angiolillo, Michael Bernhard, Agnes Cornell, M. Steven Fish, Linnea Fox, Lisa Gastaldi, Haakon Gjerløw, Adam Glynn, Ana Good God, Allen Hicken, Katrin Kinzelbach, Kyle L. Marquardt, Kelly McMann, Valeriya Mechkova, Anja Neundorf, Pamela Paxton, Daniel Pemstein, Josefine Pernes, Johannes von Römer, Brigitte Seim, Rachel Sigman, Svend-Erik Skaaning, Jeffrey Staton, Aksel Sundström, Marcus Tannenberg, Eitan Tzelgov, Yi-ting Wang, Tore Wig, and Daniel Ziblatt. 2026. "V-Dem Codebook v16" Varieties of Democracy (V-Dem) Project.
Forschungsprojekt der Uni Göteborg. Internationale Politikwissenschaftler bewerten die politischen Grundhaltungen von Parteien weltweit auf Basis einheitlicher Kriterien.V-Party – Parties of the World Dataset
Staffan I. Lindberg, Nils D¨upont, Masaaki Higashijima, Yaman Berker Kavasoglu, Kyle L. Marquardt, Michael Bernhard, Holger D¨oring, Allen Hicken, Melis Laebens, Juraj Medzihorsky, Anja Neundorf, Ora John Reuter, Saskia Ruth–Lovell, Keith R. Weghorst, Nina Wiesehomeier, Joseph Wright, Nazifa Alizada, Paul Bederke, Lisa Gastaldi, Sandra Grahn, Garry Hindle, Nina Ilchenko, Johannes von Römer, Steven Wilson, Daniel Pemstein, Brigitte Seim. 2022. Varieties of Party Identity and Organization (V–Party) Dataset V2. Varieties of Democracy (V–Dem) Project.
Langjährige Forschungsdaten der Uni Bremen. Dokumentiert Parteien und Regierungen für politische Vergleiche.ParlGov – Parliamentary Democracy Data
Döring, Holger and Philip Manow. 2024. Parliaments and governments database (ParlGov): Information on parties, elections and cabinets in established democracies.
Europas wichtigste Expertenbefragung zu Parteipositionen. Mehr als 400 Politikwissenschaftler aus unterschiedlichen Ländern dokumentieren Parteienpositionen auf Basis wissenschaftlicher Kriterien.CHES – Chapel Hill Expert Survey
Rovny, Jan, Ryan Bakker, Liesbet Hooghe, Seth Jolly, Gary Marks, Jonathan Polk, Marco Steenbergen, and Milada Vachudova. “25 Years of Political Party Positions in Europe: The Chapel Hill Expert Survey, 1999-2024,”