Aktuelle Regierung ohne parlamentarische Mehrheit
Im aktuellen Wahltrend erreichen die Regierungsparteien in Kroatien 39,7% der Sitze.
Um Parteien vergleichbar zu machen, zeigen wir mit den Symbolen die politische Ausrichtung einer Partei an. Die Kategorien dienen zur groben Einordnung für einen schnellen Überblick. Genauere Informationen zu den politischen Standpunkten findest du auf den Unterseiten der Parteien.
Im aktuellen Wahltrend erreichen die Regierungsparteien in Kroatien 39,7% der Sitze.
+0,6 Zuwachs in den letzten 30 Tagen
-1,9 Verlust in den letzten 30 Tagen
Die nächste Parlamentswahl in Kroatien findet voraussichtlich im Jahr 2028 statt.
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Spitzenreiter im aktuellen PolitPro Wahltrend zur Wahl in Kroatien ist HDZ mit 31,6%. Dahinter folgen SDP mit 23%, Možemo! mit 15,9%, Most mit 9,8%, DP mit 3,7%, HSU mit 2,6%, Drito mit 2,2%, DOMiNO mit 1,8%, IDS mit 1,3%, Pravo i Pravda mit 1,3%, Nezavisna platforma Sjever mit 0,5%, HSS mit 0,4% und HNS mit 0,2%. Sonstige Parteien erreichen 5,7% der Stimmen.
Die amtierende Koalition in Kroatien kommt derzeit nur auf 39,7% der Mandate und würde damit ihre Regierungsmehrheit verlieren. Dies signalisiert eine deutliche Verschiebung der politischen Kräfteverhältnisse: Ein Bündnis aus HDZ, HNS, HSU und DP könnte die Regierungsarbeit nach aktuellem Stand nicht fortsetzen.
Der PolitPro Wahltrend ist mehr als eine bloße Momentaufnahme. Wir aggregieren die Daten aller relevanten Umfrageinstitute zu einem gewichteten Mittelwert für die Wahl in Kroatien. Da die klassische Sonntagsfrage („Wen würden Sie wählen, wenn am kommenden Sonntag Wahl wäre?“) methodisch bedingt schwankt, bietet unser Wahltrend eine statistisch belastbare Datenbasis. Er glättet kurzfristige Ausreißer und macht die reale politische Dynamik im Zeitverlauf sichtbar.
Durch die Kombination mehrerer Datenquellen minimieren wir das Risiko von Zufallseffekten. Jede Erhebung unterliegt einer statistischen Fehlertoleranz (meist zwischen 1,5 % und 3 %). Unser Umfragen-Check für Kroatien zeigt präzise auf, ob der Zuwachs einer Partei eine nachhaltige Entwicklung darstellt oder lediglich im Bereich der statistischen Unschärfe eines einzelnen Instituts liegt.
Die Berechnung folgt einem transparenten mathematischen Modell: Aktuelle Umfragen erhalten eine höhere Gewichtung als ältere Daten. Zudem fließt die historische Prognosegüte der Institute in die Kalkulation ein, um methodische Verzerrungen auszugleichen. Das Ergebnis ist eine valide Trendlinie, die das Parteiensystem von Kroatien präzise abbildet.
Die Sperrklausel für die Parlamentswahl in Kroatien liegt bei 5%.
Wahlumfragen sind keine Vorhersagen, sondern Momentaufnahmen mit statistischen Schwankungen. Um ein realistisches Bild zu erhalten, simulieren wir täglich 100.000 Wahlausgänge auf Basis des PolitPro Wahltrends im „Monte-Carlo-Verfahren“. Dabei berechnen wir typische Wählerwanderungen und politische Trends mit ein. Unser Algorithmus testet verschiedenste Szenarien – von kleinen Verschiebungen im Lager bis hin zu politischen Überraschungen – um die tatsächlichen Erfolgschancen der Parteien und Koalitionen zu ermitteln.
Basierend auf dem Wahltrend würden 4 Parteien in das Parlament von Kroatien einziehen: HDZ mit 60 Abgeordneten, SDP mit 43 Abgeordneten, Možemo! mit 30 Abgeordneten und Most mit 18 Abgeordneten.
Das kroatische Parlament (Sabor] besteht aus 151 Abgeordneten, die in einem kombinierten Verhältniswahlsystem gewählt werden. Das Land ist in zehn geografische Wahlbezirke unterteilt, in denen jeweils 14 Mandate vergeben werden. Zusätzlich gibt es zwei Sonderwahlkreise: Einer stellt drei Sitze für die kroatische Diaspora (Wähler ohne Wohnsitz in Kroatien] bereit, während der andere acht Sitze fest für Vertreter nationaler Minderheiten reserviert. Die Wähler geben ihre Stimme für Parteilisten ab, können aber durch eine Vorzugsstimme (Präferenzstimme] Einfluss auf die Auswahl eines spezifischen Kandidaten innerhalb der Liste nehmen.
In Kroatien gilt für den Einzug in das Parlament eine Sperrklausel von 5% auf Ebene der jeweiligen Wahlbezirke. Da die Stimmen nicht national aggregiert werden, müssen Parteien oder Koalitionen diese Hürde in jedem der zehn geografischen Wahlkreise einzeln überspringen, um dort an der Sitzverteilung nach dem D’Hondt-Verfahren teilzunehmen. Eine Ausnahme bilden die Mandate für nationale Minderheiten, die nach einem Mehrheitsprinzip in einem speziellen landesweiten Wahlkreis vergeben werden. Diese Struktur begünstigt oft regional starke Parteien und stabilisiert die Vertretung von Minderheiten im Sabor.
Die Regierungsbildung in Kroatien erfordert eine absolute Mehrheit von mindestens 76 der 151 Sitze im Sabor. Da das Wahlsystem häufig dazu führt, dass keine Partei diese Mehrheit alleine erreicht, sind Koalitionen die Regel. Nach der Wahl führt der Präsident der Republik Konsultationen mit den Parteien durch und beauftragt die Person mit der Regierungsbildung, die glaubhaft nachweisen kann, über die Unterstützung einer parlamentarischen Mehrheit zu verfügen. Ein oft entscheidender Faktor sind dabei die acht Vertreter der nationalen Minderheiten, die häufig als Zünglein an der Waage bei der Bildung stabiler Regierungsbündnisse fungieren.
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Im PolitPro Score für Institute bewerten wir die Zuverlässigkeit von Umfrageinstituten basierend auf ihrer Genauigkeit bei Wahlen sowie der Abweichung vom Wahltrend. Starke Abweichungen der Werte von Parteien im Vergleich zum Wahltrend sorgen für Abzüge, da sie auf Bevorzugungen oder Benachteiligungen von Parteien hinweisen können. Der Score hat einen Maximalwert von 100.
Es gibt freie Wahlen, doch die Kontrolle der Regierung und der Rechtsstaat sind begrenzt.
Kroatien erreicht im PolitPro Demokratie Score 60 von 100 Punkten.
In den letzten 10 Jahren hat sich der Demokratie Score stark verschlechtert.
Der PolitPro Demokratie Score bewertet verschiedene Aspekte der Demokratie auf Basis wissenschaftlicher Daten des Projekts Varieties of Democracy (V-Dem). Das internationale Forschungsprojekt wird federführend von der Universität Göteborg (Schweden) und der University of Notre Dame (USA) geleitet. Mehr als 3.500 Expertinnen und Experten bewerten dabei die demokratische Qualität ihrer Länder nach standardisierten Kriterien. PolitPro kombiniert und erweitert diese Daten, um sie verständlich und vergleichbar darzustellen. Der Score reicht von 0 bis 100 Punkten.
Das Parlament wählt die Regierung, der Präsident hat meist nur repräsentative Aufgaben.
Die Wahl wird in nur einer Runde entschieden.
Nach der Bekanntgabe der offiziellen Wahlergebnisse durch die staatliche Wahlkommission (DIP] wird das neue Parlament vom Präsidenten zur konstituierenden Sitzung einberufen. In dieser Sitzung wählen die Abgeordneten den Parlamentspräsidenten. Der designierte Ministerpräsident stellt dem Sabor sein Kabinett und sein Regierungsprogramm vor. Mit der anschließenden Vertrauensabstimmung, die mit absoluter Mehrheit erfolgen muss, tritt die neue Regierung offiziell ihr Amt an. Die Legislaturperiode dauert vier Jahre, wobei das Parlament vorzeitig aufgelöst werden kann, falls keine regierungsfähige Mehrheit zustande kommt.
Wahlberechtigt sind alle kroatischen Staatsbürger ab 18 Jahren. Eine Besonderheit der kroatischen Wählerschaft ist die starke Einbindung der Diaspora, die vor allem in Bosnien und Herzegowina sowie weltweit verteilt lebt und einen eigenen Wahlkreis besetzt. Die Wahlbeteiligung liegt traditionell in einem moderaten Bereich und wird oft durch die Mobilisierung in den großen politischen Lagern sowie durch regionale Themen beeinflusst. Die politische Landschaft ist historisch von einer starken Polarisierung geprägt, wobei regionale Parteien (z. B. aus Istrien oder Slawonien] oft spezifische lokale Interessen im nationalen Parlament vertreten.
Europas Staatenbund mit gemeinsamen Gesetzen, Binnenmarkt und Demokratiestandards.
Militärisches Verteidigungsbündnis zwischen Europa und Nordamerika
Organisation für Frieden, Sicherheit und Menschenrechte in Europa.
Die nächste Parlamentswahl in Kroatien findet voraussichtlich im Jahr 2028 statt. Bis dahin dienen aktuelle Wahlumfragen als wichtigstes Barometer für die politische Stimmung in Kroatien.
Forschungsdaten der Uni Göteborg zum Thema Demokratie. Unabhängige Politikexperten aus aller Welt bewerten politische Systeme nach wissenschaftlichen Kriterien.V-Dem – Varieties of Democracy
Coppedge, Michael, John Gerring, Carl Henrik Knutsen, Staffan I. Lindberg, Jan Teorell, David Altman, Fabio Angiolillo, Michael Bernhard, Agnes Cornell, M. Steven Fish, Linnea Fox, Lisa Gastaldi, Haakon Gjerløw, Adam Glynn, Ana Good God, Allen Hicken, Katrin Kinzelbach, Kyle L. Marquardt, Kelly McMann, Valeriya Mechkova, Anja Neundorf, Pamela Paxton, Daniel Pemstein, Josefine Pernes, Johannes von Römer, Brigitte Seim, Rachel Sigman, Svend-Erik Skaaning, Jeffrey Staton, Aksel Sundström, Marcus Tannenberg, Eitan Tzelgov, Yi-ting Wang, Tore Wig, and Daniel Ziblatt. 2026. "V-Dem Codebook v16" Varieties of Democracy (V-Dem) Project.
Forschungsprojekt der Uni Göteborg. Internationale Politikwissenschaftler bewerten die politischen Grundhaltungen von Parteien weltweit auf Basis einheitlicher Kriterien.V-Party – Parties of the World Dataset
Staffan I. Lindberg, Nils D¨upont, Masaaki Higashijima, Yaman Berker Kavasoglu, Kyle L. Marquardt, Michael Bernhard, Holger D¨oring, Allen Hicken, Melis Laebens, Juraj Medzihorsky, Anja Neundorf, Ora John Reuter, Saskia Ruth–Lovell, Keith R. Weghorst, Nina Wiesehomeier, Joseph Wright, Nazifa Alizada, Paul Bederke, Lisa Gastaldi, Sandra Grahn, Garry Hindle, Nina Ilchenko, Johannes von Römer, Steven Wilson, Daniel Pemstein, Brigitte Seim. 2022. Varieties of Party Identity and Organization (V–Party) Dataset V2. Varieties of Democracy (V–Dem) Project.
Langjährige Forschungsdaten der Uni Bremen. Dokumentiert Parteien und Regierungen für politische Vergleiche.ParlGov – Parliamentary Democracy Data
Döring, Holger and Philip Manow. 2024. Parliaments and governments database (ParlGov): Information on parties, elections and cabinets in established democracies.
Europas wichtigste Expertenbefragung zu Parteipositionen. Mehr als 400 Politikwissenschaftler aus unterschiedlichen Ländern dokumentieren Parteienpositionen auf Basis wissenschaftlicher Kriterien.CHES – Chapel Hill Expert Survey
Rovny, Jan, Ryan Bakker, Liesbet Hooghe, Seth Jolly, Gary Marks, Jonathan Polk, Marco Steenbergen, and Milada Vachudova. “25 Years of Political Party Positions in Europe: The Chapel Hill Expert Survey, 1999-2024,”