Miðflokkurinn
Zentrumspartei
Zentrumspartei
Fraktion im EU Parlament
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Das Fundament der Partei bildet ein tief verwurzelter Glaube an die Eigenständigkeit Islands. Ihr Weltbild ist geprägt von einem pragmatischen Nationalismus: Der Staat soll die individuellen Freiheiten schützen und die Ressourcen des Landes strikt im Sinne der eigenen Bürger verwalten. Im Gegensatz zu klassischen Volksparteien betont sie den Wert gewachsener Traditionen und misstraut supranationalen Strukturen, die sie als Bedrohung für die isländische Identität und Selbstbestimmung wahrnimmt. Das Menschenbild ist leistungsorientiert und setzt auf Eigenverantwortung statt staatlicher Bevormundung.
Die Agenda zielt primär auf den Schutz der isländischen Primärsektoren – Fischerei und Landwirtschaft – ab, die sie vor internationalem Wettbewerb und EU-Regularien abschirmt. Wirtschaftspolitisch fordert sie Steuersenkungen und Bürokratieabbau, während sie gesellschaftlich eine restriktive Migrationspolitik und eine Stärkung der Infrastruktur im ländlichen Raum verfolgt. Ihre Zielgruppe sind Wähler außerhalb der urbanen Zentren von Reykjavík sowie Bürger, die eine Globalisierungskritik mit marktwirtschaftlichen Prinzipien verbinden wollen. Sie versteht sich als Anwalt derer, die sich vom liberalen Zeitgeist der Hauptstadt nicht mehr repräsentiert fühlen.
Strategisch agiert die Partei als disruptive Kraft im isländischen Parlament. Sie nutzt eine scharfe Rhetorik, um die Kluft zwischen „dem Volk“ und einer vermeintlich abgehobenen politischen Elite zu thematisieren. Innerhalb des demokratischen Systems besetzt sie die Rolle der kompromisslosen Opposition gegen eine weitere europäische Integration. Ihr Verhältnis zu Institutionen ist von Skepsis gegenüber zentralisierter Macht geprägt, wobei sie direktdemokratische Elemente und die Stärkung der nationalen Institutionen betont. Sie fungiert als Korrektiv, das klassisch konservative Themen in den Fokus rückt, die andere Parteien zugunsten von Konsenspolitik aufgegeben haben.
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In 0% der möglichen Regierungszeit war die Partei an der Regierung beteiligt.
Langjährige Forschungsdaten der Uni Bremen. Dokumentiert Parteien und Regierungen für politische Vergleiche.ParlGov – Parliamentary Democracy Data
Döring, Holger and Philip Manow. 2024. Parliaments and governments database (ParlGov): Information on parties, elections and cabinets in established democracies.
Europas wichtigste Expertenbefragung zu Parteipositionen. Mehr als 400 Politikwissenschaftler aus unterschiedlichen Ländern dokumentieren Parteienpositionen auf Basis wissenschaftlicher Kriterien.CHES – Chapel Hill Expert Survey
Rovny, Jan, Ryan Bakker, Liesbet Hooghe, Seth Jolly, Gary Marks, Jonathan Polk, Marco Steenbergen, and Milada Vachudova. “25 Years of Political Party Positions in Europe: The Chapel Hill Expert Survey, 1999-2024,”