Sósíalistaflokkur Íslands
Sozialistische Partei Islands
Sozialistische Partei Islands
Keine Fraktion im EU Parlament
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Das Fundament der Partei bildet ein kompromissloser Antikapitalismus. Sie sieht die Gesellschaft in einem ständigen Konflikt zwischen Arbeit und Kapital gefangen. Ihr Menschenbild ist kollektivistisch geprägt: Wahre Freiheit entstehe nicht durch individuellen Wohlstand, sondern durch die Befreiung von wirtschaftlicher Ausbeutung. Der Staat wird nicht als neutraler Akteur, sondern als Werkzeug der herrschenden Klasse kritisiert, das durch direkte Demokratie und die Macht der Gewerkschaften ersetzt oder radikal demokratisiert werden muss.
Die Agenda fokussiert sich auf die Umverteilung von Reichtum und die Verstaatlichung von Schlüsselindustrien, insbesondere des Fischereisektors. Die Partei fordert massive Investitionen in das Sozialsystem, die Abschaffung von prekären Arbeitsverhältnissen und eine radikale Mietpreisbremse. Ihre Zielgruppe sind Geringverdiener, Mieter und Menschen am Rande der Gesellschaft, die sich vom etablierten politischen System im Stich gelassen fühlen. Dabei setzt sie auf die Mobilisierung der Basis und eine starke Vernetzung mit außerparlamentarischen Bewegungen.
Strategisch agiert die Partei als Systemkritikerin von links außen. Sie lehnt den traditionellen Parlamentarismus oft als "Theater der Eliten" ab und nutzt Mandate primär als Bühne für Agitation. Spannungsfelder entstehen durch ihre strikte Ablehnung von Kompromissen mit der Mitte, was sie zu einem schwierigen Koalitionspartner macht. Ihr Verhältnis zu staatlichen Institutionen ist von Misstrauen geprägt
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In 0% der möglichen Regierungszeit war die Partei an der Regierung beteiligt.
Langjährige Forschungsdaten der Uni Bremen. Dokumentiert Parteien und Regierungen für politische Vergleiche.ParlGov – Parliamentary Democracy Data
Döring, Holger and Philip Manow. 2024. Parliaments and governments database (ParlGov): Information on parties, elections and cabinets in established democracies.
Europas wichtigste Expertenbefragung zu Parteipositionen. Mehr als 400 Politikwissenschaftler aus unterschiedlichen Ländern dokumentieren Parteienpositionen auf Basis wissenschaftlicher Kriterien.CHES – Chapel Hill Expert Survey
Rovny, Jan, Ryan Bakker, Liesbet Hooghe, Seth Jolly, Gary Marks, Jonathan Polk, Marco Steenbergen, and Milada Vachudova. “25 Years of Political Party Positions in Europe: The Chapel Hill Expert Survey, 1999-2024,”