Eidgenössisch-Demokratische Union
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Rechts
Keine Fraktion im EU Parlament
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Das Fundament der EDU bildet ein theozentrisches Weltbild. Die Partei sieht die Bibel nicht nur als private Richtschnur, sondern als verbindliche Grundlage für das Gemeinwesen und die Gesetzgebung. Daraus leitet sich ein Menschenbild ab, das Eigenverantwortung betont, aber strikt in göttliche Schöpfungsordnungen eingebettet ist. Die Bewahrung der Schöpfung, der Schutz des ungeborenen Lebens und die Ablehnung moralischer Liberalisierung prägen ihr Verständnis von Nation und Gesellschaft. Der Staat hat in dieser Logik die Aufgabe, christliche Werte zu schützen und die Autonomie der traditionellen Familie zu wahren.
Die politische Agenda der EDU konzentriert sich auf eine kompromisslose christlich-ethische Linie. Zu den Kernforderungen gehören der Kampf gegen Abtreibung und Sterbehilfe sowie die Ablehnung der Ehe für alle. Wirtschaftspolitisch vertritt die Partei eher bürgerlich-liberale Positionen, fordert Steuersenkungen und einen schlanken Staat, verknüpft dies jedoch mit einem starken Fokus auf Landwirtschaft und nationale Souveränität. Ihre Zielgruppe sind gläubige Christen verschiedener Denominationen sowie konservative Kreise, die eine schleichende Säkularisierung der Gesellschaft ablehnen und einen EU-Beitritt sowie internationale Verflechtungen strikt ablehnen.
Im politischen System der Schweiz agiert die EDU als ideologische Nischenpartei mit hoher Mobilisierungskraft in moralethischen Fragen. Strategisch nutzt sie intensiv die Instrumente der direkten Demokratie, insbesondere das Referendum, um gesellschaftspolitische Reformen zu verzögern oder zur Grundsatzdebatte zu zwingen. Obwohl sie punktuell mit der SVP kooperiert, bewahrt sie ihre Eigenständigkeit durch die Priorisierung religiöser Dogmen vor rein pragmatischer Machtpolitik. Ihr Verhältnis zu staatlichen Institutionen ist von der Überzeugung geprägt, dass menschliches Recht dem göttlichen Recht untergeordnet sein muss, was sie oft in eine fundamentale Opposition zum liberalen Zeitgeist bringt.
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In 0% der möglichen Regierungszeit war die Partei an der Regierung beteiligt.
Langjährige Forschungsdaten der Uni Bremen. Dokumentiert Parteien und Regierungen für politische Vergleiche.ParlGov – Parliamentary Democracy Data
Döring, Holger and Philip Manow. 2024. Parliaments and governments database (ParlGov): Information on parties, elections and cabinets in established democracies.
Europas wichtigste Expertenbefragung zu Parteipositionen. Mehr als 400 Politikwissenschaftler aus unterschiedlichen Ländern dokumentieren Parteienpositionen auf Basis wissenschaftlicher Kriterien.CHES – Chapel Hill Expert Survey
Rovny, Jan, Ryan Bakker, Liesbet Hooghe, Seth Jolly, Gary Marks, Jonathan Polk, Marco Steenbergen, and Milada Vachudova. “25 Years of Political Party Positions in Europe: The Chapel Hill Expert Survey, 1999-2024,”