Sloboda a Solidarita
Freiheit und Solidarität
Freiheit und Solidarität
Mitte-rechts
Fraktion im EU Parlament
+1,2 seit der letzten Wahl
-0,3 in den letzten 3 Monaten
Das Fundament der SaS ruht auf dem klassischen Liberalismus. Ihr Weltbild ist geprägt vom Primat der individuellen Freiheit und der Eigenverantwortung. Der Staat wird als schlanker Dienstleister verstanden, der sich aus dem Leben der Bürger weitgehend heraushalten sollte. Wirtschaftlich setzt die Partei auf radikale Marktmechanismen und Steuersenkungen, während sie gesellschaftspolitisch moderne, säkulare Ansätze vertritt. Ein zentrales Spannungsfeld bildet dabei die Kombination aus progressiven Forderungen im Inneren und einer harten, teils national-konservativ anmutenden Linie in der Fiskal- und Migrationspolitik.
Die Agenda der SaS zielt primär auf Unternehmer, Fachkräfte und die urbane Mittelschicht ab. Ihr Markenkern ist eine rigorose Haushaltsdisziplin und der Abbau von Bürokratie. Sie fordert einfache Steuersysteme und lehnt Umverteilung sowie staatliche Markteingriffe konsequent ab. Gesellschaftlich tritt sie für die Rechte von Minderheiten und die Trennung von Kirche und Staat ein – Themen, die in der konservativ geprägten Slowakei oft für Reibung sorgen. In der EU-Politik agiert sie als "Stimme der Vernunft" gegen eine Transferunion, wobei sie den Fokus strikt auf den gemeinsamen Binnenmarkt legt.
Im politischen System der Slowakei nimmt die SaS die Rolle des kompetenzorientierten Korrektivs ein. Sie versteht sich als technokratische Elite, die Sachpolitik über Populismus stellt, sieht sich jedoch oft mit dem Vorwurf der mangelnden Kompromissbereitschaft konfrontiert. Ihre Strategie ist es, als verlässlicher Anker des Rechtsstaates und der Korruptionsbekämpfung zu fungieren. Trotz ihrer pro-europäischen Grundhaltung sorgt ihre lautstarke Kritik an Brüsseler Zentralisierungstendenzen regelmäßig für Spannungen innerhalb liberaler Bündnisse und definiert ihre Alleinstellung zwischen konservativen und linken Kräften.
Gesamtdauer: 4 Jahre • 7 Monate • 2 Tage
Gesamtdauer: -
Gesamtdauer: 4 Jahre • 7 Monate • 2 Tage
In 12% der möglichen Regierungszeit war die Partei an der Regierung beteiligt.
Langjährige Forschungsdaten der Uni Bremen. Dokumentiert Parteien und Regierungen für politische Vergleiche.ParlGov – Parliamentary Democracy Data
Döring, Holger and Philip Manow. 2024. Parliaments and governments database (ParlGov): Information on parties, elections and cabinets in established democracies.
Europas wichtigste Expertenbefragung zu Parteipositionen. Mehr als 400 Politikwissenschaftler aus unterschiedlichen Ländern dokumentieren Parteienpositionen auf Basis wissenschaftlicher Kriterien.CHES – Chapel Hill Expert Survey
Rovny, Jan, Ryan Bakker, Liesbet Hooghe, Seth Jolly, Gary Marks, Jonathan Polk, Marco Steenbergen, and Milada Vachudova. “25 Years of Political Party Positions in Europe: The Chapel Hill Expert Survey, 1999-2024,”