Podemos
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Fraktion im EU Parlament
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Das Fundament von Podemos bildet ein ausgeprägter Antielitismus kombiniert mit radikaldemokratischen Idealen. Die Partei bricht mit der klassischen Links-Rechts-Dichotomie und setzt stattdessen auf den Gegensatz "Volk gegen Elite". Ihr Menschenbild ist kollektivistisch geprägt: Der Staat wird als notwendiger Schutzwall gegen die entfesselten Marktkräfte und die Macht globaler Finanzinstitutionen gesehen. Nationale Souveränität bedeutet für sie vor allem die Rückgewinnung politischer Gestaltungsmacht für die Bürger.
Die Agenda fokussiert sich auf die Umverteilung von Reichtum, den Ausbau des Sozialstaates und den Kampf gegen Prekarisierung. Podemos fordert ein bedingungsloses Grundeinkommen, höhere Steuern für Großkonzerne und einen massiven staatlichen Wohnungsbau. Die Zielgruppe umfasst vor allem die junge, gut ausgebildete, aber oft arbeitslose Generation sowie einkommensschwache Schichten. Zudem setzt sich die Partei offensiv für feministische Belange und die Rechte der LGBTQ+-Community ein, um gesellschaftliche Transformationen voranzutreiben.
Strategisch agiert Podemos als Systemherausforderer, der die Grenzen der repräsentativen Demokratie durch plebiszitäre Elemente erweitern will. Innerhalb der spanischen Institutionen fungiert sie oft als Korrektiv zu den traditionellen Volksparteien, was regelmäßig zu Spannungen zwischen institutioneller Regierungsverantwortung und außerparlamentarischem Aktivismus führt. Ihr Verhältnis zum Rechtsstaat ist von dem Wunsch geprägt, die Justiz und die Monarchie zu demokratisieren, was Kritiker oft als Angriff auf die Gewaltenteilung interpretieren.
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In 0% der möglichen Regierungszeit war die Partei an der Regierung beteiligt.
Langjährige Forschungsdaten der Uni Bremen. Dokumentiert Parteien und Regierungen für politische Vergleiche.ParlGov – Parliamentary Democracy Data
Döring, Holger and Philip Manow. 2024. Parliaments and governments database (ParlGov): Information on parties, elections and cabinets in established democracies.
Europas wichtigste Expertenbefragung zu Parteipositionen. Mehr als 400 Politikwissenschaftler aus unterschiedlichen Ländern dokumentieren Parteienpositionen auf Basis wissenschaftlicher Kriterien.CHES – Chapel Hill Expert Survey
Rovny, Jan, Ryan Bakker, Liesbet Hooghe, Seth Jolly, Gary Marks, Jonathan Polk, Marco Steenbergen, and Milada Vachudova. “25 Years of Political Party Positions in Europe: The Chapel Hill Expert Survey, 1999-2024,”