Sud chiama Nord
Süden ruft Norden
Süden ruft Norden
Regional
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Das Fundament von ScN bildet ein ausgeprägter Territorialismus, der den italienischen Süden („Mezzogiorno“) als vernachlässigtes wirtschaftliches und soziales Zentrum begreift. Die Ideologie ist weniger dogmatisch-links oder rechts, sondern pragmatisch-autonomistisch. Im Zentrum steht das Menschenbild des eigenverantwortlichen Bürgers, der durch eine ineffiziente Zentralverwaltung in Rom gelähmt wird. Die Partei fordert eine Umkehr der Machtverhältnisse: weg vom fernen Staat, hin zu starken, selbstverwalteten Kommunen und Regionen, die ihre Ressourcen direkt kontrollieren.
Die Agenda fokussiert sich auf massive Investitionen in die Infrastruktur des Südens und den Abbau der staatlichen Bürokratie. ScN fordert eine finanzielle Autonomie, bei der Steuergelder verstärkt dort verbleiben, wo sie erwirtschaftet werden. Die Zielgruppe umfasst vor allem enttäuschte Wähler in Sizilien und Süditalien, Kleingewerbetreibende und junge Menschen, die gegen die Abwanderung kämpfen. Spannungsfelder entstehen hierbei oft durch den Spagat zwischen der Forderung nach nationaler Solidarität und dem gleichzeitigen Wunsch nach maximaler regionaler Unabhängigkeit von Rom.
Strategisch agiert ScN als klassische Scharnierpartei mit starkem Fokus auf die lokale Ebene. Sie nutzt den Rechtsstaat, um durch rechtliche und parlamentarische Initiativen mehr Kompetenzen für die Regionen einzufordern. Ihr Verhältnis zu den nationalen Institutionen ist oft konfrontativ
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In 0% der möglichen Regierungszeit war die Partei an der Regierung beteiligt.
Langjährige Forschungsdaten der Uni Bremen. Dokumentiert Parteien und Regierungen für politische Vergleiche.ParlGov – Parliamentary Democracy Data
Döring, Holger and Philip Manow. 2024. Parliaments and governments database (ParlGov): Information on parties, elections and cabinets in established democracies.
Europas wichtigste Expertenbefragung zu Parteipositionen. Mehr als 400 Politikwissenschaftler aus unterschiedlichen Ländern dokumentieren Parteienpositionen auf Basis wissenschaftlicher Kriterien.CHES – Chapel Hill Expert Survey
Rovny, Jan, Ryan Bakker, Liesbet Hooghe, Seth Jolly, Gary Marks, Jonathan Polk, Marco Steenbergen, and Milada Vachudova. “25 Years of Political Party Positions in Europe: The Chapel Hill Expert Survey, 1999-2024,”