Vallée d’Aoste
Aostatal
Aostatal
Regional
Keine Fraktion im EU Parlament
Keine Daten verfügbar
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Das Fundament der Partei bildet der Schutz der historischen Besonderheiten des Aostatals. Ihr Weltbild ist tief im Föderalismus und dem Subsidiaritätsprinzip verwurzelt: Entscheidungen sollen so lokal wie möglich getroffen werden. Das Menschenbild ist geprägt von einer engen Bindung an die Heimat und die Zweisprachigkeit (Italienisch-Französisch). Der Staat wird nicht als zentralistische Macht, sondern als Partner eines autonomen Gebiets verstanden, das seine eigenen Traditionen und Verwaltungsstrukturen bewahrt.
Die Agenda konzentriert sich auf den Erhalt des Sonderstatuts, das dem Aostatal finanzielle und administrative Privilegien sichert. VdA macht Politik für die lokale Bevölkerung, Bergbauern und den regionalen Mittelstand. Zu den Kernforderungen gehören der Schutz der Umwelt im alpinen Raum, die Förderung der französischen Sprache im Bildungswesen und eine eigenständige Wirtschaftspolitik. Ziel ist es, die Region als Brücke zwischen Italien und dem französischsprachigen Raum zu positionieren und die Abwanderung aus den Bergtälern zu stoppen.
Strategisch agiert die VdA als Hüterin der Autonomie und als stabiler Machtfaktor in der Regionalpolitik. Im nationalen System Italiens tritt sie oft als Zünglein an der Waage auf, um im Gegenzug für parlamentarische Unterstützung Zugeständnisse für das Aostatal zu erwirken. Ihr Verhältnis zum Rechtsstaat ist konstruktiv, solange die föderalen Kompetenzen respektiert werden. Spannungsfelder ergeben sich regelmäßig durch den Druck nationaler Parteien, die Sonderrechte der Regionen zu beschneiden, was die VdA konsequent als Bedrohung der lokalen Identität bekämpft.
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In 0% der möglichen Regierungszeit war die Partei an der Regierung beteiligt.
Langjährige Forschungsdaten der Uni Bremen. Dokumentiert Parteien und Regierungen für politische Vergleiche.ParlGov – Parliamentary Democracy Data
Döring, Holger and Philip Manow. 2024. Parliaments and governments database (ParlGov): Information on parties, elections and cabinets in established democracies.
Europas wichtigste Expertenbefragung zu Parteipositionen. Mehr als 400 Politikwissenschaftler aus unterschiedlichen Ländern dokumentieren Parteienpositionen auf Basis wissenschaftlicher Kriterien.CHES – Chapel Hill Expert Survey
Rovny, Jan, Ryan Bakker, Liesbet Hooghe, Seth Jolly, Gary Marks, Jonathan Polk, Marco Steenbergen, and Milada Vachudova. “25 Years of Political Party Positions in Europe: The Chapel Hill Expert Survey, 1999-2024,”