Suverēnā vara
Souveräne Macht
Souveräne Macht
Rechts
Fraktion im EU Parlament
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Das Weltbild der SV wurzelt in einem konservativ-christlichen Menschenbild und einem ausgeprägten Souveränismus. Die Partei betrachtet den Nationalstaat als höchste Instanz und lehnt eine weitere Integration in die EU ab. Sie betont das Recht der Eltern auf die Erziehung ihrer Kinder ohne staatliche Ideologisierung und sieht die traditionelle Kernfamilie als unantastbares Fundament der Gesellschaft. Ihr Staatsverständnis ist geprägt von tiefem Misstrauen gegenüber supranationalen Institutionen und dem Wunsch, Entscheidungsgewalt von globalen Eliten zurück zum „einfachen Volk“ zu delegieren.
Die Agenda der SV zielt primär auf den Schutz konservativer Lebensmodelle und wirtschaftlichen Protektionismus ab. Sie fordert eine strikte Begrenzung von Migration, den Erhalt der lettischen Identität und kämpft gegen liberale Reformen wie die gleichgeschlechtliche Ehe. Wirtschaftlich verspricht sie Entlastungen für kleine Haushalte und kämpft gegen bürokratische Auflagen der EU. Ihre Zielgruppe sind vor allem Wähler im ländlichen Raum sowie Menschen, die sich von der rasanten Globalisierung und dem gesellschaftlichen Wertewandel abgehängt fühlen oder die staatlichen Maßnahmen während Krisenzeiten als übergriffig empfanden.
Strategisch agiert die SV als systemkritische Oppositionskraft, die den Rechtsstaat nicht grundsätzlich ablehnt, aber dessen aktuelle Auslegung durch liberale Eliten scharf angreift. Sie nutzt eine populistische Rhetorik, um die Kluft zwischen „dem Volk“ und „der Macht“ zu betonen. In der lettischen Parteienlandschaft besetzt sie eine Nische am rechten Rand, die versucht, durch emotionale Themen wie Religionsfreiheit und Elternrechte zu mobilisieren. Ihr Verhältnis zu staatlichen Institutionen ist von Skepsis geprägt, wobei sie oft eine direktere Demokratie fordert, um den Einfluss etablierter politischer Netzwerke zu brechen.
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In 0% der möglichen Regierungszeit war die Partei an der Regierung beteiligt.
Langjährige Forschungsdaten der Uni Bremen. Dokumentiert Parteien und Regierungen für politische Vergleiche.ParlGov – Parliamentary Democracy Data
Döring, Holger and Philip Manow. 2024. Parliaments and governments database (ParlGov): Information on parties, elections and cabinets in established democracies.
Europas wichtigste Expertenbefragung zu Parteipositionen. Mehr als 400 Politikwissenschaftler aus unterschiedlichen Ländern dokumentieren Parteienpositionen auf Basis wissenschaftlicher Kriterien.CHES – Chapel Hill Expert Survey
Rovny, Jan, Ryan Bakker, Liesbet Hooghe, Seth Jolly, Gary Marks, Jonathan Polk, Marco Steenbergen, and Milada Vachudova. “25 Years of Political Party Positions in Europe: The Chapel Hill Expert Survey, 1999-2024,”