Freiheitliche Partei Österreichs
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Rechts
Fraktion im EU Parlament
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Das Weltbild der FPÖ wurzelt im Dritten Lager und verbindet deutschnationale Traditionen mit einem modernen Fokus auf das „Eigene“. Ihr Menschenbild ist kollektivistisch auf die Nation bezogen: Der Staat soll primär die Interessen der gewachsenen Volksgemeinschaft schützen. Zentral ist der Begriff der „Heimat“, die durch Globalisierung und Migration bedroht gesehen wird. Freiheit bedeutet für sie vor allem die Freiheit des Volkes nach außen und die Reduktion staatlicher Bevormundung im Inneren, solange dies nicht kulturelle Identitätsfragen tangiert.
Die Agenda der FPÖ zielt auf einen radikalen Kurswechsel in der Asylpolitik ab, oft unter dem Schlagwort „Festung Österreich“. Sie adressiert primär die Arbeiterschicht und den Mittelstand, indem sie soziale Sicherheit streng an die Staatsbürgerschaft koppelt. Wirtschaftspolitisch agiert sie ambivalent: Sie fordert Steuersenkungen und Bürokratieabbau, setzt aber bei Basisinfrastruktur auf staatlichen Schutz. Außenpolitisch plädiert sie für eine strikte Auslegung der Neutralität und tritt als scharfe Kritikerin einer tieferen EU-Integration auf, wobei sie die Souveränität der Nationalstaaten priorisiert.
Die FPÖ besetzt die Rolle der Anti-Establishment-Kraft und inszeniert sich als Stimme „des Volkes“ gegen eine vermeintliche Elite aus Politik und Medien. Strategisch nutzt sie Instrumente der direkten Demokratie, um das parlamentarische System herauszufordern. Ihr Verhältnis zu staatlichen Institutionen ist von Skepsis geprägt, was sich oft in harter Kritik an der Justiz oder dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk äußert. Als stabile Größe im Parteiensystem agiert sie mal als machtbewusste Regierungspartei, mal als fundamentale Opposition, was ein permanentes Spannungsfeld zwischen Systemteilhabe und Systemkritik erzeugt.
Wir haben Wähler aller Parteien in der PolitPro Community nach ihren Standpunkten zu verschiedenen politischen Themen gefragt. Die Balken zeigen die Bandbreite der Standpunkte von FPÖ-Sympathisanten. Je kürzer der Balken, desto homogener die Meinung der FPÖ-Wähler zu einem Thema. Falls verfügbar, zeigen wir außerdem als Kreis den von der Wissenschaft ermittelten Standpunkt der Partei.
Die Werte resultieren aus den Angaben von FPÖ-Sympathisanten innerhalb der PolitPro-Plattform. Obwohl diese Daten nicht die Kriterien einer klassischen repräsentativen Zufallsstichprobe erfüllen, liefern sie durch die hohe Fallzahl präzise Einblicke in die Prioritäten und Werthaltungen der aktiven Wählerbasis.
Gesamtdauer: 12 Jahre • 5 Monate • 1 Woche • 5 Tage
Gesamtdauer: -
Gesamtdauer: 12 Jahre • 5 Monate • 1 Woche • 5 Tage
In 14% der möglichen Regierungszeit war die Partei an der Regierung beteiligt.
Langjährige Forschungsdaten der Uni Bremen. Dokumentiert Parteien und Regierungen für politische Vergleiche.ParlGov – Parliamentary Democracy Data
Döring, Holger and Philip Manow. 2024. Parliaments and governments database (ParlGov): Information on parties, elections and cabinets in established democracies.
Europas wichtigste Expertenbefragung zu Parteipositionen. Mehr als 400 Politikwissenschaftler aus unterschiedlichen Ländern dokumentieren Parteienpositionen auf Basis wissenschaftlicher Kriterien.CHES – Chapel Hill Expert Survey
Rovny, Jan, Ryan Bakker, Liesbet Hooghe, Seth Jolly, Gary Marks, Jonathan Polk, Marco Steenbergen, and Milada Vachudova. “25 Years of Political Party Positions in Europe: The Chapel Hill Expert Survey, 1999-2024,”